Stadtwerke- und Hafenausschuss diskutiert Problemlage / Bauamt soll B-Plan Orth umsetzen

Alte Bahnschienen – schön, aber gefährlich

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Der Inselbauhof hat schadhafte Stellen entlang der Schienen in Burgstaaken ausgebessert. Die Ein-Euro-Münze verdeutlicht die Lage in Orth an einzelnen Stellen.

Fehmarn –mb- Die Bahnschienen in den Häfen Burgstaaken und Orth „haben Charme, Charisma und sind unbedingt zu erhalten“. Was Jürgen Kölln (CDU) am Donnerstagabend im Stadtwerke- und Hafenausschuss verbalisierte, ist im Prinzip eins zu eins, was alle Ausschussmitglieder sicherlich unterschreiben würden. Allerdings geht von den Schienen auch ein gewisses Gefahrenpotenzial aus.

  • Wellenförmige Versackungen führte zu Stürzen und Unfällen von Radfahrern
  • Schilder zeigen keine Wirkung
  • Bauamt soll B-Plan für Orth umsetzen
Von „wellenförmigen Versackungen“ der Pflastersteine sprach die für Hafenangelegenheiten zuständige Bauamtsmitarbeiterin Linda Lafrenz, was immer wieder zu Stürzen und Unfällen von Radfahrern führe. Mittlerweile hat der Inselbauhof ausgebessert. „Offiziell ist es ja kein Radweg“, so Gunnar Gerth-Hansen (SPD) und regte an, einen zu schaffen, was in der Diskussion aber verpuffte.

Gleiches Bild, nur dramatischer, in Orth: „Es fehlen teilweise ganze Pflastersteine. Zusammen mit den hohen Absätzen sind das keine Kleinigkeiten“, sagte Lafrenz. Erst zuletzt sei eine Person gestürzt und habe sich das Handgelenk gebrochen. Konsequenterweise hatte das Bauamt zuletzt über eine Beschilderung ein Fahrverbot für Fahrräder veranlasst. „Leider zeigt das wenig Wirkung.“ Wenn Ausbesserungen erfolgen sollen, müssen der Denkmalschutz und die Hafen Orth GmbH mit ins Boot geholt werden, so Lafrenz.

Abseits der Schienen hatte sich Ralf Sippel aus Orth in der Einwohnerfragestunde mit einem viel umfänglicherem Problem zu Wort gemeldet. Er erinnerte erneut an den seit 25 Jahren rechtskräftigen B-Plan für Orth, der vorsehe, dass der Hafenplatz Fußgängerzone und ein Parkplatz am westlichen Ortseingang geschaffen werde. Beim derzeitigen Besitzer der Ackerfläche sei die Stadt bisher nicht vorstellig geworden. Verwundert nahm dies Jörg Josef Wohlmann (SPD) später in der Aussprache zur Kenntnis. „Wir können unser Vorkaufsrecht sicherlich gut begründen.“ Für Gunnar Mehnert (WUW) und Hans-Peter Thomsen (WUW) müsse endlich Bewegung in die Sache kommen. „Die Autos müssen aus dem Hafen“, sagte Thomsen.

Um das Thema vor der Entgleisung zu schützen, sagte Linda Lafrenz: „Als Hafenbehörde sind wir die örtliche Ordnungsbehörde und deswegen nicht für B-Pläne zuständig.“ Die Vorsitzende des Ausschusses, Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne), schlug daher vor, dass Bauamt aufzufordern, den B-Plan umzusetzen. Bis auf Dirk Frohberg, der sich enthielt, sagten alle Ja.

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