Sechs Familien beteiligen sich an NABU-Aktion / Rettung für Rauch- und Mehlschwalbe

In Altenteil sind Schwalben besonders willkommen

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Für den außergewöhnlichen und wertvollen Einsatz für den Schwalbenschutz wurden die im Ortsteil Altenteil ansässigen Familien Mallach, Noack, Garbe, Störtenbecker, Holste-Dreyer und Sprycha ausgezeichnet. Annika Laser und Finn Brunßen vom NABU aus Wallnau überreichten die Urkunden und Hausplaketten.

FEHMARN -ga- „Schwalbenfreundliches Haus“ – eine Aktion des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) – hat auch auf Fehmarn Früchte getragen. Am Freitag überreichten Mitarbeiter des NABU-Wasservogelreservats Wallnau sechs weiteren Familien, alle aus dem Ortsteil Altenteil, Urkunden und Hausplaketten, die das große Engagement der Dorfgemeinschaft für den Schwalbenschutz dokumentieren. Es steht fest: Hier haben Schwalben ein gutes Zuhause.

Auf den Plaketten, die jetzt von den Familien an den Gebäuden befestigt werden, ist zu lesen: Hier sind Schwalben willkommen – schwalbenfreundliches Haus. „Auch wenn bekanntlich die bei uns im Sommer beheimateten Rauch- und Mehlschwalben nicht lesen können und dazu schon vor einigen Wochen unsere nördlichen Gefilde wieder in Richtung Afrika verlassen haben, so soll doch jedermann wissen, dass hier die Schwalben jederzeit willkommen sind und auch im nächsten Jahr sicherlich wieder einfliegen“, freut sich die Altenteilerin Ulla Mallach. Sie ergänzt: „Die Schwalben wissen ja, dass sie auch im nächsten Jahr in Altenteil willkommen sind, doch unsere Feriengäste, die bei uns Entspannung suchen, sollen wissen, dass ab und zu mal etwas ‚von oben’ kommt.“

Die in ihrem Bestand gefährdeten Schwalben finden in den Altenteiler Quartieren Nistplätze in Schuppen, unter Dachüberständen von Scheunen oder auch in Pferdeställen vor. Sie dürfen hier nicht nur ungestört ihre Nistplätze bauen, für sie wurden auch Lehmplätze angelegt, um ausreichend Baumaterial zu finden.

Utta Mallach berichtete auch, dass im Notfall sogar Erste Hilfe geleistet werde. So hätten Mitbewohner im vergangenen Jahr zwei Jungschwalben aufgezogen.

Große Resonanz auf NABU-Aktion

Der NABU, der die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ initiiert hat, möchte dieses Projekt nicht nur zur Rettung der Mehl- und Rauchschwalbe durchführen, sondern neben der grundsätzlichen Verbesserung der Lebensbedingungen auch dafür antreten, dass der Mensch die Nähe der Schwalben nicht nur duldet, sondern sie sogar schätzt, auch wenn diese für ein wenig Schmutz sorgen. Die große Resonanz auf die NABU-Aktion zeigt, dass ein gutes Auskommen von Schwalbe und Mensch keine Utopie sein muss.

Um sich für die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ zu bewerben, können Naturfreunde im Internet unter www.nabu.de ein Bewerbungsformular ausfüllen. Fragen dazu können auch an den Landesverband des NABU beziehungsweise an die NABU-Schwalben-Koordinierungsstelle gerichtet werden. NABU-Mitarbeiter setzen sich dann mit den Bewerbern in Verbindung.

Auf Fehmarn sind Annika Laser und Finn Brunßen, die im Wasservogelreservat Wallnau zurzeit ihren einjährigen Bundesfreiwilligendienst ableisten, für die Begutachtung der Gebäude zuständig. In Altenteil sprachen sie den schwalbenfreundlichen Familien bei Übergabe der Urkunden und Hausplaketten ihren Dank für deren großes Engagement aus.

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