Landkirchen will neues Baugebiet – Bis zu sechs Hektar groß – Gespräche mit Landeigentümern

Attraktiv sein für junge Familien

Rudolf Dübe zeigt, wo das neue Baugebiet in Landkirchen entstehen soll. Die Fläche ist insgesamt sechs Hektar groß.

LANDKIRCHEN (wi) • Nördlich der L 209 in Landkirchen würden sechs Hektar zur Verfügung stehen, die als Baugebiet ausgewiesen werden könnten. „Ein Haufen Zeug“, sagte der Ortsbeirats-Vorsitzende Rudolf Dübe (SPD) in jüngster Sitzung, möglich wären 200 Häuser. Der Ortsbeirat Landkirchen war in seiner Sitzung am Montag parteiübergreifend für die Ausweisung zumindest von Teilen dieser Flächen.

Rudolf Dübe erklärte, das Gremium habe schon einmal einen Beschluss gefasst, mit dem das Thema auf die Tagesordnung des Bauausschusses kommen sollte. Dies sei jedoch nicht geschehen.

Schmiedt: „Moderate Zeitschritte“

Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt war als Gast im Ortsbeirat nicht wirklich begeistert. Es müssten auch Altbauwohnungen ausgelastet sein, wenn die dörflichen Strukturen nicht zerstört werden sollten. Schmiedt: „Der Landschaftsplan der Stadt gilt für 15, 20 Jahre. Wer glaubt, nächstes Jahr wird gebaut, der irrt.“ Burg sei der Siedlungsschwerpunkt, für neue Baugebiete müsse es „moderate Zeit- und Intervallschritte“ geben.

Noch sind Baulücken vorhanden

„Es kann nicht sein, dass Landkirchen keinerlei Bauflächen hat“, sagte Rudolf Dübe – und wurde von Altbürgermeister Otto Glatz daran erinnert, dass es in Landkirchen schon noch ein paar Baulücken gebe, die zuvor geschlossen werden könnten. Glatz erklärte, alle Landkirchener Bürgermeister hätten immer darauf geachtet, dass Baugebiete ausgewiesen würden, um attraktiv zu sein für junge Familien.

In den neunziger Jahren wurde der Kindergarten gebaut, aus dem seitdem die Schule schöpft.

Reiner Rahlff betonte, man dürfe auch die anderen Dörfer in der ehemaligen Gemeinde Landkirchen nicht vernachlässigen, was die Ausweisung von Bauland betreffe. Auch in diesen Dörfern müsse es zu Ortsabrundungen kommen können.

 Die Eigentümer der Flächen sind Claus-Joachim Lafrentz, Ludolf Schröder und die Kirche. Pastor Bertolt Kark-Carlson („Ich würde mich freuen, wenn junge Familien ansiedeln“) meinte, das Pfarrland würde, wenn überhaupt, getauscht. Claus-Joachim Lafrentz sagte, Propst Kramer habe ihm gegenüber bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.

 Der Ortsbeirat Landkirchen will sich jetzt dahinter klemmen und Gesprächstermine der Landeigentümer abstimmen. Es sollen alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit der Bauausschuss den B-Plan aufstellen kann. Allen war klar: Es kann ein langer Weg sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.