Am Strand vor Meeschendorf soll ein Hotel entstehen

Aufbruch zu neuen Ufern

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Die letzte Saison in der Erholungsstätte am Meeschendorfer Strand neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Die Hotelkette Jufa will auf dem Gelände ab 2021 ein neues Hotel bauen.

Fehmarn – Von Manuel Büchner – Seit Juni dieses Jahres ist klar, dass sich direkt hinterm Meeschendorfer Strand etwas tun wird (wir berichteten). Das Gelände der Erholungsstätte des Kreises Hersfeld-Rotenburg hat ab 2020 einen neuen Pächter und zwar das österreichische Hotelunternehmen Jufa, das Ende Juni einen Pachtvertrag über 75 Jahre unterschrieben hat. Der bisherige Pächter, das Schülerfreizeitzentrum aus Ilmenau in Thüringen, hatte infolge des entscheidenden Kreistagsbeschlusses gekündigt. Zwei zentrale Bedingungen enthält der Vertrag zwischen Jufa und Kreis: Das Hotel muss spätestens zum 30. Juni 2024 bezugsfertig sein und es gibt ein Belegungskontingent für Besucher aus dem Landkreis.

Hotelkette plant Eröffnung für 2023

Wenn auch in nördlichen Gefilden längst noch nicht so bekannt: Jufa ist bei weitem kein kleiner Player in der Hotellerie und sorgte zuletzt mit dem „Störtebeker Kletterschiff“ für die Kleinsten in seinem Hotel in der Hamburger Hafencity für Furore. Über 60 Häuser nennt das Unternehmen aus der Steiermark sein Eigen. Weitere sollen dazukommen – unter anderem auch in Meeschendorf. 2023 soll dort eröffnet werden, wenn es nach den Plänen des Unternehmens geht. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Ein erstes Gespräch hat es zwischen Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber, Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch, einem Architekten und dem Jufa-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Wendl bereits gegeben. „Wir haben uns kennengelernt und die Abläufe besprochen“, so Weber, der darauf verwies, dass zunächst bis zum Jahresbeginn 2020 nichts Handfestes passieren könne. Der bisherige Pächter, das Schülerfreizeitzentrum aus Ilmenau in Thüringen, führt die Geschäfte bis zum Jahresende weiter. Dann ist es an der Kommunalpolitik der Insel, über den Rahmenbedingungen eines Hotel zu befinden.

Das Investitionsvolumen soll im zweistelligen Millionenbereich liegen. Mehr als 100 Zimmer sollen angeblich auf dem rund einem Hektar großen Areal der Erholungsstätte des Kreises Hersfeld-Rotenburg geplant sein, eine Zahl die Jufa-Pressesprecher Martin Seger-Omann gegenüber dem FT noch nicht bestätigen wollte. „Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“ Man sei noch in der groben Planung, wisse bisher auch noch nicht, ob vom bestehenden Gebäudeensemble etwas ins neue Hotel integriert werde.

Ganz klare Vorstellungen bestehen aufseiten des Unternehmens hinsichtlich des Konzeptes und der Zielgruppen. „Wir wollen ein familienfreundliches, solides Drei-Sterne-Hotel, das sich die Menschen leisten können“, sagt Seger-Omann. Dafür stehe die Hotelkette bereits seit 28 Jahren. Ganzjährig soll der Hotelbetrieb laufen. In der ruhigen Zeit werde man sich als Anbieter für Seminare und Firmenveranstaltungen konzentrieren, so der Pressesprecher, der sich auch Synergien mit dem Hamburger Hotel vorstellen kann.

Jufa sei zudem stets wichtig, dass die Architektur der Häuser zu den einzelnen Orten passe. „Der Gast soll merken, dass er auf Fehmarn ist. Wir wollen etwas Individuelles und keinen Einheitsbrei.“ Nicht zuletzt wolle Jufa ein Hotel betreiben, dessen Rundumprogramm auch den Fehmaranern zur Verfügung stehe. „Damit haben wir an anderen Standorten gute Erfahrungen gemacht.“ Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern strebt das Unternehmen an.

Dass es 2020 losgehen soll, davon ist Pressesprecher Seger-Omann überzeugt. „Wir bereiten uns darauf vor und sind positiver Dinge, was unser erstes Hotel am Meer betrifft.“

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