Susanne Hansen freut sich über steigende Leserzahlen in der Stadtbücherei Fehmarn.  Foto: Zielke

Vielfältiges Angebot lockt Fehmaraner und Urlauber – Hörbücher nehmen weiter an Beliebtheit zu

Ausleihrekord in der Bücherei

Susanne Hansen freut sich über steigende Leserzahlen in der Stadtbücherei Fehmarn.  Foto: Zielke

FEHMARN (do) • „So viele Medien wie im vergangenen Jahr haben wir noch nie verliehen“, sagt Susanne Hansen, die Leiterin der Stadtbücherei Fehmarn. „Dabei hatten wir gar keinen verregneten Sommer.“

41 045 Ausleihen konnten die Mitarbeiterinnen der Bibliothek verzeichnen. „Das sind drei Prozent mehr als 2007“, freut sich Hansen.

1 330 Leser nutzten insgesamt das vielfältige Angebot der Stadtbücherei, das 13 363 Medien umfasst. 380 von ihnen waren Gäste. 1 395 Artikel wurden 2007 neu angeschafft, während 999 aus Altersgründen aus dem Bestand genommen wurden. „Im Durchschnitt wird jedes Medium 3,1 Mal im Jahr ausgeliehen“, sagt Hansen. Bei 1419 Öffnungsstunden im Jahr wurden pro Stunde zirka 29 Medien ausgeliehen, also alle zwei Minuten eines. Das besagt die Statistik der Bibliothek.

„Am beliebtesten sind nach wie vor unsere Hörbücher“, weiß Susanne Hansen. Prozentual seien diese Medien häufiger entliehen worden als die klassischen Bücher zum selbst lesen. „Sich Romane und Erzählungen vorlesen zu lassen, wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern offenbar immer beliebter“, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek. Das am häufigsten ausgeliehene Hörbuch für Erwachsene war 2008 „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling, das auch schon im Vorjahr auf Platz eins stand. Die jüngere Generation amüsierte sich mit „Harry Potter“ und den „Wilden Hühnern“ auf CD.

Bei den Kinder- und Jugendbüchern standen die „Tintenherz“-Trilogie von Cornelia Funke und die Vampir-Romane von Stephenie Meyer („Biss zum Morgengrauen“ und Nachfolger) ganz oben auf der Ausleihliste. Die Erwachsenen lasen bevorzugt „Muschelseide“ von Frederica DeCesco und „Der einzige Brief“ von Judith Lennox. Susanne Hansens Erfahrung besagt, dass „es nicht immer die Bestseller sind, die am häufigsten ausgeliehen werden.“

Unter den Lesern sei ein Anstieg bei den Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen gewesen, sagt die Diplom-Bibliothekarin Susanne Hansen. „Die verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen trägt Früchte“, spekuliert Hansen über die Gründe für den Anstieg. „Wir machen viel für die ,Leser von Morgen‘.“

Das Angebot, sich „Themenkisten“ zusammenstellen zu lassen, werde von Kindergärten und Schulen sehr gut angenommen. Auch der Sommerleseclub, in dem Schüler der sechsten und siebten Klassen zum Lesen „verführt“ werden sollten, habe großen Anklang gefunden, so Hansen.

Der Internetauftritt der Bibliothek erfreut sich guter Resonanz. 84 Bestellungen wurden über den Online-Katalog vorgenommen.

ft-online/lokales vom 15. Januar 2009

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