Stabsstelle Asyl lädt ins evangelische Gemeindehaus ein

Austausch von Erfahrungen in der Arbeit mit Migranten

FEHMARN -loj- Die Stabsstelle Asyl lädt alle in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätigen Personen zu einem Erfahrungs- und Gedankenaustausch für Mittwoch (11. Januar) um 18 Uhr ins evangelische Gemeindehaus, Breite Straße 47, in Burg ein. Auch alle anderen in der Flüchtlingshilfe interessierten Personen sind herzlich eingeladen.

Wie die Integrationsbeauftragte der Stadt Fehmarn, Nadine Witt, mitteilt, sind zu diesem Termin auch einige Gastredner eingeladen. Tatjana Budnikova von der Migrationsberatung Schleswig-Holstein, DRK-Kreisverband Schleswig-Holstein, ist für die Außenstelle Fehmarn in Burg zuständig. Sie bietet dreimal in der Woche Migrationsberatung an, montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr, mittwochnachmittags zudem von 14 bis 16 Uhr. Die Beratung findet im DRK-Zen-trum in der Klaus-Groth-Straße 3 in Burg statt.

Auch Sönke Juhl vom Amtsärztlichen Dienst spricht über seine Arbeit als Gesundheitsaufseher für Hygiene, allgemeine Seuchenabwehr und Trinkwasserhygiene für Obdachlose und Flüchtlinge. Die verschiedenen Arbeitsgruppen legen ihre Berichte vor und informieren über den aktuellen Status quo.

Bevor die Stadtverwaltung ebenso ihren Bericht vorstellt, soll der Gedankenaustausch stattfinden. Zu jedem Tagesordnungspunkt seien ausführliche Diskussionen möglich und erwünscht, so Nadine Witt.

Integrationsprozess gezielt initiieren

Die Migrationsberatung ging 2009 aus der „Migrationserstberatung“ hervor und fasste die seit 2005 getrennt durchgeführten Bundesprogramme zur Aussiedlerberatung und zur Ausländersozialberatung zusammen und bekam ihren heute noch gültigen Namen. Aufgabe der Beratungsstellen ist es, den Integrationsprozess gezielt zu initiieren, zu steuern und zu begleiten.

Neben der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) bietet der Jugendmigrationsdienst speziell jungen Migranten Unterstützung und professionelle Begleitung bei der Integration an. Als Ergänzung zu Integrationskursen soll die Migrationsberatung ein individuelles Beratungsangebot für erwachsene Neuzuwanderer – wie Ausländer und Spätaussiedler – schaffen.

Das deutsche Aufenthaltsgesetz spricht hier von „migrationsspezifischem Beratungsangebot“. Dadurch sollen die Zuwanderer zu selbstständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens befähigt werden. Eine gezielte Einzelfallbegleitung soll die Potenziale der Zuwanderer ermitteln sowie darauf zugeschnittene Integrationsmaßnahmen zusammenstellen und in einem Förderplan festschreiben.

Gemeinsames Ziel der migrationsspezifischen Beratungsdienste ist es, den Integrationsprozess der Zuwanderer zu begleiten, die ein Bleiberecht haben.

Neben der MBE gibt es in Schleswig-Holstein noch zwei weitere migrationsspezifische Beratungsdienste: die Migrationsberatung Schleswig-Holstein (MBSH) und die Jugendmigrationsdienste (JMD).

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