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Barrierefrei und denkmalgerecht: Fehmarn schreibt Machbarkeitsstudie für den Umbau des Marktplatzes aus

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Von: Manuel Büchner

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Marktplatz Burg auf Fehmarn Umbau
Barrierefrei und denkmalgerecht? Ein Spagat, der auf dem Burger Marktplatz gelingen soll. © Manuel Büchner

Über Stock und Stein heißt es so schön. Für den denkmalgeschützten Marktplatz in Burg auf Fehmarn trifft das auch zu. Eine Machbarkeitsstudie soll den Weg ebnen für mehr Barrierefreiheit.

Fehmarn – Ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Der Umbau des historischen Marktplatzes ist schon lange im Gespräch. Jetzt schreibt die Stadt die Erstellung einer Machbarkeitsstudie als freiberufliche Leistung im Rahmen eines Wettbewerbs aus. Entstehen soll am Ende ein barrierefreier Multifunktionsplatz unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Aspekte.

Kopfsteinpflaster ist nicht barrierearm

Was so simpel klingt, ist alles andere als ein Selbstläufer. Vor rund 25 Jahren wurde der Marktplatz bereits unter dieser Prämisse umgebaut und Fehmaranern und Gästen Katzenkopfpflaster beschert. Für Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen und Gehbehinderte wurde das Passieren des Marktes fast unmöglich. Später musste in Form einer Weggebung nachgebessert werden mit großformatigem Kopfsteinpflaster, was aus heutiger Sicht nicht als barrierearm eingestuft werden kann.

Es ist kein Marktplatz wie jeder andere.

Bürgermeister Jörg Weber

„Denkmalschutz und Barrierefreiheit unter einen Hut zu bekommen, ist sicherlich die größte Herausforderung“, sagte gestern Bürgermeister Jörg Weber. Der Verwaltungschef sieht aber ein weiteres Problem: „Es ist kein Marktplatz wie jeder andere.“ Es gebe übers Jahr gesehen ganz unterschiedliche Nutzungsanforderungen. „Es muss also etwas Praktikables entstehen.“

Fokussieren auf den Kernbereich des Marktplatzes

Im Prinzip umfasst der Untersuchungsbereich der Studie mit rund 15000 m2 nicht nur den Marktplatz an sich, sondern auch angrenzende Straßen, Übergänge, Fahrradwege und den Ampelkreuzungsbereich im Norden. Hinsichtlich konkreter Maßnahmen soll sich aber im Sinne einer geringeren Komplexität und einer Erfolg versprechenderen Finanzierung auf einen Kernbereich (circa 5000 m2) begrenzt werden. 

Studie wird mit 75 Prozent gefördert

Bewerber müssen für die Erstellung der Studie mit einem Budget von maximal 80000 Euro haushalten. Das Vorhaben wird auf Initiative der städtischen Wirtschaftsförderin Steffi Breuer mit 75 Prozent gefördert. Das Geld komme aus dem Innenstadtprogramm des Innenministeriums, so Bauamtsmitarbeiter Lars Laußat auf Nachfrage.

Interesse per Teilnahmeantrag bekunden bis 4. Februar

„Es ist ein offenes Verfahren. Jeder, der sich angesprochen fühlt, kann dies bis zum 4. Februar bekunden“, so Laußat. Der Teilnahmeantrag ist an vergabestelle@stadtfehmarn.de zu richten. Danach werden fünf Büros aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Der weitere Zeitplan bis zur Fertigstellung der Studie: Wer den Zuschlag bekommt, soll sich im April entscheiden. Im Oktober könnte der Entwurf der Politik vorgestellt werden, bevor im November die Endfassung stehen soll.

Alle Unterlagen zur Ausschreibung sind auf service.bund.de oder auf der Seite der Stadt Fehmarn zu finden.

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