Riskante Sprünge über die Kopendorfer Au / Zwölf trauten sich

„Basti“ sorgt für einen Wiederholungssieg

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Auf dem Siegertreppchen (v.l.): Arndt Wiepert aus Bisdorf (2. Platz), Bastian Muhl aus Wulfen (1. Platz) und Marius Weilandt aus Neue Tiefe (3. Platz).

FEHMARN -ga- Rund 300 Zuschauer kamen am Ostersonntag an die Kopendorfer Au, um beim traditionellen Grabenspringen der Landjugend ihren persönlichen Kandidaten anzufeuern. Bastian Muhl aus Wulfen konnte aufgrund besonderer Geschicklichkeit und graziöser Sprungbeherrschung die meisten Punkte einsacken und somit den zweiten Sieg in Folge einfahren.

Damit die Kopendorfer Au zwischen Petersdorf und Gollendorf kein kleines Rinnsal war, hatten Mitglieder der Landjugend in Höhe des Austragungsortes den Wasserverlauf aufgestaut. 80 Zentimeter Tiefe waren schließlich zu verzeichnen. Bei 9 Grad Celsius. Im Falle eines „Reinfalles“ also nicht unbedingt etwas für Warmduscher.

Dass von den zwölf Teilnehmern, darunter drei junge Mädchen, so mancher Grabenspringer teilweise oder auch ganzen Körperkontakt mit dem nassen Element bekam, war vorhersehbar.

Jan-Ludwig Lafrenz von der Landjugend Fehmarn übernahm die Moderation des feucht-fröhlichen Events und hatte als ehemaliger Grabenspringer mit Siegeserfahrungen natürlich den absoluten Sachverstand. Er stellte die Kandidaten vor und erklärte noch einmal die festgelegten Wettbewerbsregeln. Nach optionalen Probesprüngen galt es im ersten Durchgang, wahlweise stehend oder mit Anlauf den Grabensprung mit Stange zu vollziehen, im zweiten Durchgang: Sprung ohne Anlauf und schließlich im dritten Durchgang: doppelter Grabensprung (hin und gleich wieder zurück).

Konzentriert beim Absprung. Der spätere Sieger Bastian Muhl aus Wulfen.

Drei Punktrichter gaben ihre Wertungen ab. Es galt, den erfolgreichen Sprung wie auch seine graziöse Ausführung zu bewerten. Mit 40 von möglichen 45 Punkten hieß es schließlich für den Vorjahressieger, den 18-jährigen Bastian Muhl aus Wulfen, Sieg auf der ganzen Linie. Gefolgt auf Platz 2 vom 23-jährigen Arndt Wiepert aus Bisdorf mit 37 Punkten. Im Stechen um den 3. Platz siegte schließlich der 17-jährige Marius Weilandt aus Neue Tiefe. Beim Stechen gab es einen Publikumsentscheid, es zählte der größte Applaus für die gezeigte Sprungdarbietung.

Bei den Reinfällen in die Kopendorfer Au war natürlich die Schadenfreude des Publikums nicht ganz gering. Auch der älteste Teilnehmer, es war der 50-jährige Steffen Sammann aus Hamburg-Hamm, machte die Bekanntschaft mit dem nassen Element. Er trug es sichtlich mit Fassung – und hatte vorsorglich Wäsche zum Wechseln dabei.

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