6:5-Stimmen: SPD, Grüne und WUW lehnen Projekt ab / Nur CDU und FWV dafür

Bauausschuss begräbt dm

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Das reicht nicht: Nur die Freien Wähler mit Dirk Frohberg und Lars Hviid sowie die CDU-Mitglieder Hinnerk Haltermann, Stefan Bolley und Martin Specht reckten für das Projekt den Arm in die Höhe.

Fehmarn – Von Andreas Höppner Der Neubau eines Drogeriemarktes dm im Gewerbegebiet am Landkirchener Weg war am Donnerstag im Bau- und Umweltausschuss nicht gewollt. Denkbar knapp mit 6:5 entschied das Gremium gegen eine Neuansiedlung (wir berichteten). Gegen eine zum Projekt dazugehörende Erweiterung der Märkte Aldi und Edeka hätte es keine Einwände gegeben, war im Vorfeld der Entscheidung immer wieder zu hören, doch das Gesamtpaket war für SPD (4), Grüne (1)und WUW (1) nicht tragbar. Lediglich CDU (3) und Freie Wähler (2) befürworteten das Vorhaben.

  • Für den B-Plan gab es 2017 noch eine Mehrheit
  • Kommunalwahl änderte die Mehrheitsverhältnisse
  • Abzug von Kunden im Inselwesten zu groß
Für den Aufstellungsbeschluss des B-Plans hatte es im November 2017 noch eine Mehrheit gegeben. Nach der Kommunalwahl änderten sich die Mehrheitsverhältnisse und es wurde für den Investor fortan schwieriger, sein Projekt voranzubringen. Gegenüber der Ursprungsplanung reduzierte er die Verkaufsflächen. Edeka ging von 3000 auf 2800 m² runter, Aldi senkte von 1600 auf 1270 m², dm wurde um 150 auf 600 m² reduziert.

Die Verwaltung schrieb in der zur Abstimmung vorgelegten Vorlage: „Infolge der reduzierten, im Rahmen der von der Landesplanung als raumverträglich eingestuften Verkaufsflächen (…) wäre eine Verkaufsflächen- erweiterung und Modernisierung der bestehenden Märkte mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt Fehmarn vereinbar. In Verbindung mit der Neuansiedlung eines Drogeriefachmarktes könnte die Versorgungssituation nachhaltig abgesichert und qualitativ aufgewertet werden.“ Eine Mehrheit ließ sich im Ausschuss für diesen Standpunkt aber nicht finden. Die Sorge um eine mögliche Gefährdung der Geschäftswelt in der Burger Altstadt und einen möglichen Abzug von Kunden aus dem Inselwesten war offenbar zu groß.

Zu einem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss des B-Plans kam es am Donnerstag nicht mehr. Auf eine Aussprache war verzichtet worden, es wurde lediglich abgestimmt. Nach einer über drei Jahre geführten Diskussion waren alle Argumente ausgetauscht.

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