II.Bauabschnitt abgenommen / 12,8-Millionen-Promenade soll in knapp einem Jahr fertig sein

Bauende schon in Sichtweite

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Bürgermeister Jörg Weber (l.), Tourismusdirektor Oliver Behncke (2.v.l.) und Sascha Deisinger (r.), stellvertretender Werkleiter der Stadtwerke Fehmarn, im Gespräch mit Vertretern der Planungsbüros

Fehmarn – Von Andreas Höppner Das touristische Vorzeigeprojekt Fehmarns – die im Dezember 2017 in Angriff genommene Neugestaltung der Binnenseepromenade in Burgtiefe – ist mit der Abnahme des II. Bauabschnitts am Mittwoch auf die Zielgerade eingebogen. Im späten Frühjahr 2020 soll das 12,8-Millionen-Projekt abgeschlossen sein. Die Tiefbauarbeiten werden nach Mitteilung von Tourismusdirektor Oliver Behncke sogar schon in diesem Herbst ihr Ende finden.

So waren jetzt beim Gang über das rund 700 Meter lange Teilstück der Promenade überall zufriedene Gesichter zu sehen: bei den Vertretern der ausführenden Baufirmen, der Planungsbüros und der Stadt Fehmarn, die mit Bürgermeister Jörg Weber, Tourismuschef Oliver Behncke und Stellvertreter Volker Aermes sowie mit dem stellvertretenden Werkleiter der Stadtwerke Fehmarn, Sascha Deisinger, vor Ort waren. Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung treten fast wie selbstverständlich auch Mängel auf, wie eine Teilsperrung des erst vor Kurzem eröffneten Spielplatzes bei der Begehung deutlich machte. Der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) hat bereits Kontakt mit dem Spielgerätehersteller aufgenommen. Die Mängelbeseitigung soll in Kürze erfolgen.

„Es ist schon toll, was hier alles in so kurzer Zeit entstanden ist. Eigentlich ist hier jeder Stein umgedreht worden“, charakterisiert Oliver Behncke den Qualitätssprung, den die Jachthafenpromenade erfahren hat. Segler finden bereits jetzt einen gehobenen Infrastrukturstandard vor. So ist unter anderem ein neues Sanitärgebäude errichtet und auch schon in Betrieb genommen worden. Ein echter Hingucker sind zudem die beiden am Hafenmeistergebäude aufgestellten Badekarren, die eine Sauna und einen Ruheraum beherbergen. „Solche besonderen Punkte gehören zu einer Erlebnispromenade dazu“, berichtet Behncke.

Auffällig sind schon jetzt die vandalismussicheren Grillstationen, von denen es auf gesamter Promenadenlänge fünf Stück geben wird. Gebaut werden müssen noch vier Schutzpavillons, die den Nutzern der Grillstationen auch bei durchwachsener Witterung und vor allem bei Wind einen geschützten Aufenthalt bieten. Zu den insgesamt sieben Hochbauten, die neben den Schutzhütten noch errichtet werden müssen, zählen ein Veranstaltungspavillon, ein Fahrradparkhaus und im Westen der Aussichtsturm am Ende der Landspitze.

Doch nicht nur oberirdisch hat sich etwas getan, wie ein 181 Meter langer und geschwungener Seesteg, LED-Laternen und stabförmige Schmuckleuchten unter Beweis stellen, auch unter der Erdoberfläche war viel Bewegung. So musste die Oberflächenentwässerung mit allen Ausläufen in den Binnensee komplett erneuert werden. Alle sechs Ausläufe sind nach Angaben von Bernhard Fuchs vom Planungsbüro Merkel Consult aus Kiel mit einer Rückstausicherung (Tideflex) ausgestattet, sodass das Ostseewasser höherem Wasserstand nicht in die Entwässerung hineindrückt.

Vollständig erneuert wurde zudem die gesamte Stromversorgung des Jachthafens. Hierfür hat der TSF laut Oliver Behncke außerhalb des eigentlichen Großprojektes rund 440000 Euro in die Hand genommen für die Errichtung einer neuen Trafostation plus Anbindung sämtlicher 580 Liegeplätze an eine leistungsfähige Stromversorgung. „Jeder Liegeplatz wird mit 3 kW angeschlossen“, so Behncke. Die Arbeiten an den Stromverteilerkästen laufen und sind noch nicht abgeschlossen.

Trotzdem wird es nun im II. Bauabschnitt zwischen Surfschule Charchulla und Hafenmeistergebäude etwas ruhiger werden. Im III. Bauabschnitt westlich des Hafenhotels geht es indes weiter mit der Herrichtung der neuen Promenade. Aufgeschüttet wird hier auch eine Dünenlandschaft. Laut Behncke liegt diese etwa 2,50 Meter über Promenadenniveau und 4,90 Meter über der Wasserkante. An dieser besonders windanfälligen Seite der Promenade soll mit Sandfangzäunen gearbeitet werden, um das Material an Ort und Stelle zu halten.

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