Grafik der  Tunnelbaustelle auf Fehmarn für Fehmarnbelttunnel
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So könnte die Tunnelbaustelle auf Fehmarn nach der Einrichtung ungefähr aussehen.

Aktuelles vom Belttunnel

Ab Juli soll es losgehen: Baustelleneinrichtung für Tunnelbau auf Fehmarn

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Die Arbeiten für den Fehmarnbelttunnel sind auf dänischer Seite unverkennbar. Ab Juli soll die Baustelle auf Fehmarn eingerichtet werden – wenn das Rettungs- und Notfallkonzept genehmigt ist.

  • Baugrunduntersuchungen treten in finale Phase ein.
  • Marienleuchte und Puttgarden möglichst wenig durch die Baustelle belasten.
  • Baustelleneinrichtung ab Juli ist abhängig vom Rettungs- und Notfallkonzept.

Fehmarn – Eigentlich wäre das Jahr für Belttunnelplaner, -bauer und -betreiber Femern A/S mit einem Neujahrsempfang im Infocenter gestartet. Statt Gästen, Ansprachen und Geselligkeit hieß es gestern nur: Digitale Pressekonferenz, zu der Lars Friis Cornett, Direktor von Femern A/S in Deutschland, mit einem Blick zurück einleitete.

So sieht es aktuell auf der Baustelle des Arbeitshafens in Rødby aus. Im Hintergrund ist die Baustelle des Tunnelportals zu sehen.

30 Arbeitsschiffe sind vor Rødby dauerhaft im Einsatz. Es geht auf dänischer Seite ohne Wenn und Aber voran. Ein Satz, der – wenn es nach Femern A/S geht – auch bald für Deutschland Aussagekraft haben soll.

Was sonst noch auf dänischer Seite los ist: heute, 3. Februar, im Fehmarnschen Tageblatt.

So soll der Arbeitshafen nach der Fertigstellung Ende 2021 aussehen.

So sind bisher auf Fehmarn die Umwelt- und Ausgleichsmaßnahmen abgeschlossen – ebenso die Baugrunduntersuchungen im Portalbereich, bis April werde noch im Süden in Richtung Marienleuchter Weg und ab Mitte März entlang der B207 und der Schienentrasse der Boden untersucht, erklärte Matthias Laubenstein, Projektleiter für Portale, Rampen und Anbindungen bei Femern A/S.

Sicherheit hat für uns höchste Priorität.

Projektleiter Matthias Laubenstein

Als Vorbereitung für die Baustelleneinrichtung, die im Juli beginnen soll, werden momentan Leitungen für Strom und Wasser verlegt. Vor Ort wird es eine durchgehend asphaltierte Baustraße geben, so der Ingenieur. Zudem wird die Baustelle eingezäunt, ein Wachdienst wird tätig seien, Zugangskontrollen sind vorgesehen. „Sicherheit hat für uns höchste Priorität“, so der Projektleiter.

Konkret äußerte sich Laubenstein zu den nahe an der Baustelle liegenden Ortsteilen Marienleuchte und Puttgarden. Durch Puttgarden soll es keinen Baustellenverkehr geben, dafür werde die B207 im dritten Quartal 2021 nach Westen verlagert und eine Zufahrt für den Bauverkehr zur K49 eingerichtet, um die Baustellenstraße zu erreichen.

Unser Ziel ist es, möglichst viele Konfliktpunkte auszuräumen, um die Öffentlichkeit nicht zu stören.

Projektleiter Matthias Laubenstein

Marienleuchte soll immer zugänglich bleiben, betonte Laubenstein, durch eine neue Unterführung unter der B207 entlang des neuen Verlaufes und über die zukünftige Eisenbahntasse. Jeweils umgekehrt, einmal darunter, einmal darüber, verläuft der Baustellenverkehr, sodass es zu keinem kreuzenden Verkehr kommt. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Konfliktpunkte auszuräumen, um die Öffentlichkeit nicht zu stören“, bekräftigte der Ingenieur auf FT-Nachfrage. 

Es braucht das Okay der Planfeststellungsbehörde

Bevor es allerdings an die Einrichtung der Baustelle im Juli gehen kann, muss das Rettungs- und Notfallkonzept der Planfeststellungsbehörde (APV) vorgelegt und von dieser geprüft und gebilligt werden. So ist es in einer Protokollerklärung im Leipziger Gerichtsurteil festgelegt. Einen Zwischenstand habe man dem APV schon vorgelegt und sei auch noch in Gesprächen mit der Stadt Fehmarn, sagte Laubenstein und fügte abschließend hinzu: „Wir hoffen auf zeitnahe Zustimmung.“

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