Tourismusausschuss: 149000 Euro für Terrasse mit Überbau und Treppe

Beltbude 2.0 wird teurer

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Kleinod am Deich wird attraktiver: Der TSF will auch trotz gestiegener Kosten die Gastronomie der Beltbude am Grünen Brink um eine wettergeschützte Terrasse erweitern. Der Tourismusausschuss stimmte für das Vorhaben.

Fehmarn –mb– Keine gute Nachricht überbrachte Tourismusdirektor Oliver Behncke zum Tourismusausschuss am Dienstag.

Die Erweiterung der Terrasse der Beltbude am Grünen Brink wird deutlich teurer. Für die Maßnahme, Terrasse plus Bau einer Pergola, die der Betreiber mit einem Segeltuch für Witterungssicherheit versehen will, und einer breiten Treppe, waren im Haushalt bisher 100000 Euro eingestellt. Kostenschätzungen des Architekten hatten dies untermauert. „Durch die Ausschreibung, an der sich nur zwei Zimmereibetriebe beteiligt haben, hat sich herausgestellt, dass die Kosten bei 149000 Euro netto liegen“, so Behncke, der sich für einen zeitnahen Beginn der Maßnahme aussprach, um den Standort Grüner Brink zu attraktivieren.

Für die DLRG in Meeschendorf hat der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) Hausanschlusskosten in Höhe von 50000 Euro im Haushalt, die absehbar in 2020 nicht benötigt werden. Behncke schlug vor, das Geld, das im Haushalt aus dem gleichen Kostenblock „Liegenschaften“ kommt, für die Mehrkosten zu nutzen. Das bürgerliche Ausschussmitglied Bastian Wiepcke (CDU) fragte: „Wird sich das auf die Pacht auswirken?“ Man werde entsprechend verhandeln, so der Tourismuschef, der von einem „fairen Miteinander“ sprach. „Wir wollen die Kosten reinholen, wollen aber nicht, dass der Betreiber in kürzester Zeit den Standort wieder verlässt, weil er die Pacht nicht aufbringen kann.“ Wiepckes Pendant bei der SPD, Hans-Rainer Schiwek, sprach sich für das Vorhaben in Gänze aus, um „das gesamte Konzept am Leben zu erhalten“. Das sei eine „gute Entscheidung für unsere Nordküste“. Das sah der Ausschuss genauso.

Feuerwerk – eine langsame Entwöhnung

Keine Zustimmung (eine Jastimme, fünf Enthaltungen und fünfmal Nein) fand ein Antrag der Grünen, auf das organisierte Feuerwerk am Südstrand zu verzichten. „Wir können Vorreiter sein“, sagte Falko Siering bei der Vorstellung des Antrags. Gert Jacobsen (FWV): „Müssen wir immer alles reglementieren. Der TSF ist doch auf einem guten Weg.“ Schiwek stimmte zu. „Wir sollten dem TSF Freiheiten lassen.“ Außerdem binde das Feuerwerk auch viele Menschen, die dann nicht individuell knallern würden, gab Schiwek im Ausschuss zu bedenken. Sein Parteikollege Bernd Remling sprach sich hingegen für einen „klaren Cut“ aus. Man habe doch noch ein paar Monate Zeit, um Alternativen für Fehmarn zu organisieren.

Perfektes Stichwort für Oliver Behncke, sich in die Diskussion einzuschalten. „Wir sind für die Silvesterparty am Südstrand in einer Kooperation mit der IFA.“ Für 2020 sei zudem das Feuerwerk bereits beauftragt. „Nichtsdestotrotz sind wir dabei, uns Alternativen zu überlegen“, so Behncke auch mit Blick auf das Hafenfest. Er plädierte für einen „weichen Übergang“.

Ausschussvorsitzende von Behncke verabschiedet

Zu Beginn der Sitzung verabschiedete Behncke Aileen Ehler, die kürzlich ihr Mandat als CDU-Stadtvertreterin aus gesundheitlichen Gründen zurückgegeben hatte. Ehler, die seit September 2018 Tourismusausschussvorsitzende war, habe neun Sitzungen das Zepter in der Hand gehabt, so Behnke. Er dankte der Fehmaranerin mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein „Meine Liebe Fehmarn“ für die „vertrauensvolle Arbeit, die jederzeit eine große Freude gewesen ist“. Wer die Nachfolge antritt, wird sich wohl in der nächsten regulären Stadtvertretersitzung am 26. März zeigen. Vorschlagsrecht hat die CDU.

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