Bettina Hagedorn und ihr Unterstützerteam
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Bettina Hagedorn (SPD) holt erstmals seit 2005 das Bundestagsdirektmandat in Ostholstein/Stormarn-Nord.

Gädechens (CDU) verliert nach drei Wahlen erstmals

Bettina Hagedorn holt sich das Direktmandat

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Bettina Hagedorn (SPD) hat das Direktmandat bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Ostholstein/Stormarn-Nord gewonnen.

  • 4729 Stimmen trennen Hagedorn und Ingo Gädechens (CDU).
  • Sozialdemokratin läßt Christdemokraten den ganzen Abend hinter sich.
  • Fehmarn wählt den Bundestrend.

Ostholstein – Bettina Hagedorn (SPD) holt sich mit 33,7 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis Ostholstein/Stormarn-Nord vor ihrem CDU-Kontrahenten Ingo Gädechens (30,3 Prozent), der vor vier Jahren im Wahlkreis 9 noch fast spielend leicht mit 10,7 Prozentpunkten Unterschied siegte. Am Sonntagabend war es knapp, wenngleich die Sozialdemokratin den Christdemokraten den ganzen Abend hinter sich ließ. 4729 Stimmen trennen Hagedorn und Gädechens am Ende.

Jakob Brunken holte für die Grünen 13,4 Prozent, Jörg Hansen für die FDP 9,4 Prozent.

Hagedorn spricht von einer fulminaten Aufholjagd

Beflügelt von den Ergebnissen aus den Gemeinden und Städten ihres Wahlkreises, die am Abend langsam eintrudelten, beschrieb Hagedorn ihre Stimmungslage am späten Abend, kurz vor der Auszählung der letzten Wahllokale, als „überglücklich“. Hagedorn, die bis Sonnabend um 18 Uhr noch Wahlkampf machte, sprach von einer „fulminanten Aufholjagd“, habe doch die SPD zum Wahlkampfauftakt noch hinter CDU und Grünen gelegen. 

Es schmerzt sehr, wir haben einen engagierten Wahlkampf geführt, haben gekämpft.

Ingo Gädechens (CDU)

Ihr Herausforderer von der CDU zeigte sich enttäuscht. „Es schmerzt sehr, wir haben einen engagierten Wahlkampf geführt, haben gekämpft.“ Aber wenn der Bundestrend „in dieser Art und Weise gegen einen ist, holt man das nicht mehr auf“, sah Gädechens in einer ersten Einschätzung auch das deutlich schlechtere Abschneiden seiner Partei als Grund für den Verlust des Direktmandats.

Die Zweitstimmen geben dem Fehmaraner recht: Auf die SPD entfallen 30,0 Prozent, die CDU wählten nur 25,1 Prozent. Vor vier Jahren holten die Christdemokraten noch über 35 Prozent, während die SPD unter 25 Prozent blieb.

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