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SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn begrüßt den Kabinettsbeschluss für ein neues Pflegeberufegesetz

Bundeskabinett verabschiedet umstrittenen Gesetzentwurf – 5. runder Tisch zur Pflege geplant

Bettina Hagedorn: „Neuordnung der Pflegeberufe war überfällig“

OSTHOLSTEIN -lb- Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den umstrittenen Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeberufe verabschiedet. Die Bundesregierung will mit einer einheitlichen Ausbildung die Pflegeberufe attraktiver machen. Ab 2018 sollen die bisher getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer dreijährigen Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau zusammengeführt werden. Dieser Schritt stößt bei Verbänden der Branche auf heftige Kritik.

„Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss für ein neues Pflegeberufegesetz ist der Startschuss für die parlamentarische Debatte zur Neuordnung der Pflegeberufe erfolgt“, kommentierte die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn den Kabinettsbeschluss in aktueller Pressemitteilung. Der Beschluss sei ein Systemwechsel und der nächste Schritt in der Pflegereform, für den die SPD jahrelang gekämpft habe.

„Mit dem neuen Pflegeberufegesetz wird nach jahrelanger Diskussion mit den Berufsverbänden sowie zwischen Bund und Ländern endlich die bislang getrennte Ausbildung der Berufe in der Kranken- und Altenpflege zusammengeführt. Durch diese längst überfällige Neuordnung hin zu einer generalisierten Ausbildungsstruktur wollen wir die beruflichen Chancen der Beschäftigten in der Pflege verbessern, die Attraktivität des Berufsbildes angesichts des großes Fachkräftebedarfes steigern und die Altenpflegeausbildung endlich auch grundsätzlich bundesweit kostenlos anbieten“, so Hagedorn weiter.

Für die Sozialdemokratin war es seit Langem ein Skandal, dass Auszubildende in der Altenpflege trotz enormen Fachkräftemangels auch noch ihre eigene Ausbildung mitfinanzieren mussten. In Anbetracht der demografischen Entwicklung sei eine gemeinsame Grundausbildung in Kranken- und Altenpflege dringend erforderlich. Gleichzeitig werde es natürlich auch künftig eine erforderliche Spezialisierung in der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege geben. Es werde durch ausreichend lange Übergangsfristen und Abstimmungen in den Lehrplänen sichergestellt sein, dass auch weiterhin Spezialwissen vermittelt und Qualität weiter verbessert werden kann. Entscheidend sei aber die künftige gesetzliche Verankerung der Durchlässigkeit innerhalb der Pflegeberufe und zusätzlich von der Helferausbildung bis hin zum akademischen Abschluss.

„Dadurch wollen wir die Attraktivität der Berufe deutlich steigern und gerade die Altenpflegekräfte aus ihrer – häufig so empfundenen – beruflichen Sackgasse holen. Mit der Einführung einer grundständigen akademischen Ausbildung – gleichberechtigt neben der fachschulischen – wollen wir das Angebotsspektrum zusätzlich erweitern“ meint Hagedorn weiter.

Immer wieder war die Ausbildung Kernthema bei den seit 2013 vier runden Tischen zur Pflege. „In den nächsten Monaten werde ich mit einem ,5. runden Tisch Pflege‘ die im Bundestag noch stattfindende Expertenanhörung sowie mögliche parlamentarische Gesetzesänderungen ausführlich mit Betroffenen und Interessierten in Ostholstein diskutieren“, kündigte Hagedorn an.

Das Thema Pflege sei für Bettina Hagedorn bereits seit 14 Jahren Arbeitsschwerpunkt in ihrer Tätigkeit als Abgeordnete. „Das neue Gesetz ist ein guter Weg dazu und wird unseren Gesundheits- und Pflegestandort Ostholstein und Schleswig-Holstein stärken“, so Hagedorn abschließend.

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