Minister Buchholz im Gespräch mit den Vorhabenträgern
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Auf dem Weg zur Hubinsel: Minister Bernd Buchholz (l.) im Gespräch mit Bernd Homfeldt (r.) und Bernd Rothe

Eröffnung des Fehmarnsundtunnels in 2029

Bodenschichten eine Herausforderung: Wirtschaftsminister Buchholz besucht Hubinsel im Fehmarnsund

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Wirtschaftsminister Bernd Buchholz schaute im Fehmarnsund nach dem Rechten und besuchte die zurzeit westlich der Sundbrücke liegende Hubinsel, von der aus die Bodenbeschaffenheit untersucht wird.

  • Die mobile Hubinsel im Fehmarnsund ist nach 2017 zum zweiten Mal vor Ort.
  • Untersuchung der Bodenbeschaffenheiten und -schichten zeigt: Tonschichten machen Probleme.
  • 39 Bohrungen werden vom Meeresboden zum Teil bis 63 Meter Tiefe durchgeführt.

Fehmarn – Aufmerksame Beobachter werden sie wiedererkannt haben. Die mobile Hubinsel im Fehmarnsund, westlich der Fehmarnsundbrücke, war bereits 2017 im Einsatz, um Bodenbeschaffenheiten und -schichten zu untersuchen. Schon damals sorgten tonhaltige Erdschichten für Kopfschmerzen, auf der jetzigen Vorzugstrasse bestätige sich dieses Problem nun massiv, kommentierte der Vorhabenträger Deutsche Bahn auf Nachfrage.

Minister hält an Eröffnugnstermin 2029 fest

Um sich einen Eindruck zu verschaffen – und um sicherlich auch zu signalisieren, dass die Planung für den 1,7 Kilometer langen Absenktunnel vorangeht –, besuchte gestern Mittag Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) die Hubinsel. „Man sieht, dass wir es mit Tonschichten zu tun haben, die sehr fest sind. Das ist für den Bau des Tunnels eine echte Herausforderung“, kommentierte Buchholz die sehr inhomogenen Bodenverhältnisse. An der Eröffnung des Tunnels in 2029 hielt der Minister aber fest. „Eine der Grundlagen für das Planfeststellungsverfahren sind die Baugrunduntersuchungen“, sagte Bernd Homfeldt, Projektleiter bei DB Netz AG, gestern Mittag.

Immer Betrieb: Auf der Hubinsel arbeiten Teams in drei Schichten, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

39 Bohrungen bis auf 63 Meter Tiefe werden im Sund durchgeführt. Die Maßnahme lassen die beiden Vorhabenträger Deutsche Bahn (DB) und Deges (für die Straßeninfrastrukturmaßnahmen zuständig) in zwei Stufen durchführen: zunächst bis September. Daraufhin folgt eine einmonatige Pause, bevor es bis März 2022 weitergeht. In der Pause werden erste Zwischenergebnisse ausgewertet.

Drei Teams à acht Stunden arbeiten täglich

Die Bohrungen führt die Firma Celler Brunnenbau durch, ebenso parallel 199 Bohrungen an Land. Drei Teams à acht Stunden arbeiten täglich, sodass es keinen Stillstand auf der Insel gebe, ließ DB-Sprecher Peter Mantik wissen, wenngleich die Arbeiten sehr wetterabhängig seien. So musste am Mittwochnachmittag die Crew von der Hubinsel an Land gebracht werden. Zwei Boote sind für die Sicherung und Überwachung der Maßnahme im Einsatz.

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