Rund sechs Millionen Euro für Jachthafenpromenade / Tourismusminister zu Gesprächen im Rathaus

Buchholz übergibt Förderbescheid

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Minister Dr. Bernd Buchholz (l.) übergab am Mittwoch im Rathaus den Förderbescheid über fast sechs Millionen Euro für die Jachthafenpromenade in Burgtiefe an Bürgermeister Jörg Weber (M.) und Tourismusdirektor Oliver Behncke.

FEHMARN -mb- Drei Gesprächsrunden absolvierte Dr. Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, bei seinem Besuch am Mittwoch im Burger Rathaus. Gesprächsbedarf besteht schließlich immer. Zudem enthielten die Unterlagen des Ministers zu zahlreichen Themen auch einen Förderbescheid für die Neugestaltung der Jachthafenpromenade in Burgtiefe. Fehmarn investiert erheblich, vom Land kommen fast sechs der insgesamt zehn Millionen Euro für das Vorhaben. „Die Freude ist bei uns besonders groß“, hob Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber hervor und holte kurz weiter aus: Insgesamt sei man auf einem guten Weg, auch mit Unterstützung von Fördergeldern. „Wer behauptet, auf Fehmarn passiert nichts, der muss mit Scheuklappen unterwegs sein“, so Weber.

Die diskutierten Themen sind altbekannt, mit denen sich Buchholz im Rathaus auseinandersetzte. Im Mittelpunkt stets die Feste Fehmarnbeltquerung samt Hinterlandanbindung und Sundquerung. Letztere sei am Donnerstag im Bundesverkehrsministerium Thema gewesen. „Unser Ziel ist es, dass nach der Entscheidung zum Querungsbauwerk nicht unterschiedliche Vorhabenträger womöglich unterschiedlich planen.“ Spezialgesetzlich geregelt solle dann ein Vorhabenträger „die Federführung für das Gesamtprojekt übernehmen“ und das wäre dann die Deutsche Bahn, so der Minister, der – wenn es ein Brückenbauwerk wird, was Buchholz persönlich favorisiert, – auf den optischen Erhalt des „Kleiderbügels“ hofft.

Auch Angelegenheiten mit kleinerem Ausmaß wurden besprochen: So werde sein Ministerium bei den holländischen Investoren am Südstrand nachhaken. „Wir haben den Rückkauf angefragt, aber bisher keine richtige Antwort bekommen“, sagte Weber, der dies auf der nächsten Stadtvertretersitzung am 22. März thematisieren wolle.

Außerdem äußerte sich Buchholz zur Baustellen-Simulation der Beltretter: „Ich glaube kaum, dass dies Fehmarn hilft oder der Realität entspricht – wir wollen doch den Tourismus stärken und nicht abschrecken.“ Passenderweise holte der Minister im gleichen Atemzug den besagten Förderbescheid hervor. Mit der Promenade werde Fehmarn seine touristische Infrastruktur den Qualitätsansprüchen der Gäste anpassen, zudem Impulse setzen für das touristische Gewerbe, war sich der Minister sicher und kam richtig ins Schwärmen. „Es entstehen obendrein ein zentraler Veranstaltungsplatz samt großzügiger Spielplätze und Aufenthaltsbereiche sowie eine zeitgemäße Möblierung und Beleuchtung.“ So könne auf Fehmarn ein neuer Hotspot entstehen, meinte Buchholz über das Vorhaben, an dessen Realisierung bereits kräftig gearbeitet wird.

„Androhen“, so Tourismusdirektor Oliver Behncke, könne man an dieser Stelle bereits, dass „in Zukunft weitere Förderprojekte beantragt werden – sei es eine Erweiterung der Promenade in Richtung Burgstaaken oder die Seebrücke, zu der bis Juni noch ein Ideenwettbewerb läuft“.

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