Gyde Jensen, jüngste Frau im Deutschen Bundestag, auf Fehmarn

„Bürgerbeteiligung ist ein Menschenrecht“

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Die Bundestagsabgeordnete Gyde Jensen (FDP) machte im Rahmen ihrer Sommertour Station auf Fehmarn.

FEHMARN -hö- Sie ist mit 28 Jahren die jüngste Abgeordnete im Deutschen Bundestag und Vorsitzende im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe: die gebürtige Rendsburgerin Gyde Jensen (FDP). Ihre Sommertour unter dem Titel Mobilität & Menschenrechte führte sie jetzt in das Infocenter Fehmarnbelttunnel in Burg. Doch wie passen das geplante Infrastrukturgroßprojekt und Menschenrechte inhaltlich zusammen?

Hier den Bogen zu spannen, ist für Gyde Jensen eine einfache Übung. „Bürgerbeteiligung ist ein Menschenrecht“, so Jensen, die sich von Vertretern der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S sowie der DB Netz AG auf den aktuellen Stand der Planungen bringen ließ. Jensen suchte im Rathaus aber auch das Gespräch mit Bürgermeister Jörg Weber (SPD). Von diesem habe sie dann deutlich mit auf den Weg bekommen, dass es in der Kommunikation zwischen allen Beteiligten Verbesserungsbedarf gebe und die Betroffenen direkt vor Ort sich häufig nicht mitgenommen fühlten. Ein Beispiel: Torsten Albig, Ministerpräsident der ehemaligen Kieler Küstenkoalition, war kein einziges Mal auf Fehmarn, wenn es auf der Insel mal wieder um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Milliardenprojekt Feste Fehmarnbeltquerung ging.

FDP-Politikerin mahnt ehrliches Interesse an

Landes- und auch Bundespolitik müssten jedoch ein „ehrliches Interesse zeigen“ an den Problemen der Betroffenen, fordert Gyde Jensen, die keinen Hehl daraus macht, dass die Feste Fehmarnbeltquerung für sie einen Baustein für ein vereintes Europa, Freizügigkeit des Arbeitsmarktes und grenzenlosen Reiseverkehr darstelle. Sie ist der Überzeugung, dass eine effektive Bürgerbeteiligung dazu beiträgt, die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Großprojekte zu fördern.

Bevor Gyde Jensen dem Infocenter den Rücken kehrte und sich in Richtung Kiel aufmachte, um dort die Sommertour aufzuarbeiten, versicherte sie gegenüber dem FT, dass sie, obwohl sie in Schleswig-Holstein keinen Wahlkreis vertrete, wiederkommen und sich weiter mit dem Thema beschäftigen werde

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