Otto-Uwe Schmiedt eindeutig für Südstrand-Investitionen

"Bürgerentscheid wird scheitern"

Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt.

FEHMARN (wi) • Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt glaubt nicht, dass das Bürgerbegehren zur Rettung von Spielwiese und Wäldchen am Südstrand eine Chance hat.

„Herr Kühl hat die Zeit verschlafen“, schimpfte er gestern, denn der Verkauf der Spielwiese sei schon 2005 getroffen worden. „Am 13. Dezember 2007 wurde ein Ausführungsbeschluss getroffen, den der Bürgermeister vollziehen wird – und zwar in Kürze“, so Schmiedt.

Selbst wenn es zu einem Bürgerentscheid käme, glaube Schmiedt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger für Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie einen Schulneubau aussprechen würden „und nicht für Grashalme.“ Die Finanzplanung der Stadt bestehe aus „kommunizierenden Röhren“, so Schmiedt: „Wer die Spielwiese nicht verkauft, spricht sich gegen die neue Schule aus.“

Zwar gibt es Anzeichen, dass sich die Finanzlage der Stadt etwas verbessert hat; im letzten Jahr sollen nach Auskunft der Kämmerei sogar Schulden abgebaut worden sein. Doch nach Meinung Schmiedts kann es sich die Stadt nicht leisten, auf den Spielwiesen-Verkauf zu verzichten. Denn dann müsste der Eigenanteil für das Freizeitbad voll aufgebracht werden und es wäre kein Geld mehr für die Schule da. Durch die Hotelbauten am Südstrand würde sich die Finanzlage, so Schmiedt, um jährlich 600 000 Euro verbessern.

Ein Bürgerentscheid finde alle fünf Jahre statt, wenn die Kommunalwahl anstände, meinte der Bürgermeister. Schmiedt: „Ich sage voraus, der Bürgerentscheid wird scheitern.“

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