Polizei-Symbolbild
+
Ein Albaner wollte in Puttgarden mit gefälschten Ausweisdokumenten seine Identität verschleiern.

Zur Festnahme ausgeschrieben

Bundespolizei in Puttgarden deckt falsche Identität auf: Albaner gibt sich als Bulgare aus

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
    schließen

Bei einer Kontrolle im Fährhafen Puttgarden wollte ein Albaner seine Identität verschleiern. Die Bundespolizei durchschaute das Spiel. Der Grund war schnell gefunden.

Im Rahmen der Binnengrenzfahndung im Fährhafen Puttgarden kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Dienstag (13. Juli) gegen 17 Uhr einen 29-jährigen Mann. Dies teilte Michael Hiebert, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel, heute (14. Juli) mit. Der Mann habe zuvor versucht, mit seinem Pkw nach Dänemark einzureisen und sei dort wegen fehlender Einreisevoraussetzungen zurückgewiesen worden, so Hiebert.

Um die eingesetzte Beamtin zu täuschen, legte er zur Kontrolle eine bulgarische Identitätskarte und einen bulgarischen Führerschein vor.

Michael Hiebert, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel

„Um die eingesetzte Beamtin zu täuschen, legte er zur Kontrolle eine bulgarische Identitätskarte und einen bulgarischen Führerschein vor“, so der Pressesprecher. Die Bundespolizistin habe sofort erkannt, dass es sich um eine Fälschung beider Dokumente gehandelt habe. In der Dienststelle konnte der Mann keine weitere Ausweisdokumente vorweisen.

Zur Festnahme wegen Abschiebung ausgeschrieben

„Die Überprüfung seiner Fingerabdrücke im Fahndungssystem der Bundespolizei erbrachte seine wahre Identität. Der Mann ist nicht Bulgare, sondern Albaner“, so Hiebert weiter und erklärte: „Schnell war klar, warum er falsche Dokumente vorlegte. Er war zur Festnahme wegen einer Abschiebungsverfügung der Ausländerbehörde Trier ausgeschrieben. Der Mann ist in Trier wohnhaft und ist dort bei der Ausländerbehörde registriert.“

Kein Versicherungsschutz für das Fahrzeug

Der Pkw, den er sich von einem Freund aus Frankreich geliehen hatte, wurde über die Dienststelle der Bundespolizei in Kehl bei den französischen Behörden überprüft. Ein Versicherungsschutz für das Fahrzeug bestand nicht, sodass das Fahrzeug in Puttgarden blieb. Dem Mann wurde eine Anlaufbescheinigung für Trier ausgestellt, und er musste seine Reise mit dem Zug nach Trier fortsetzen.

„Er wird sich wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz verantworten müssen“, so Hiebert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.