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Burger Marktplatz: Stadt Fehmarn gibt Machbarkeitsstudie
in Auftrag

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Fehmarn Marktplatz Burg Machtbarkeitsstudie
Das Kopfsteinpflaster verleiht dem Marktplatz in Burg Charakter, doch vor allem für viele ältere Einwohner erschwert der unebene Boden das Gehen mit dem Rollator und anderen Hilfen. © Hans-Joerg Meckes

Für die Umgestaltung des Burger Marktplatzes hat die Stadt Fehmarn eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Im Juni lädt Bürgermeister Jörg Weber zu einem Rundgang ein, bei dem sich Bürger einbringen können.

Fehmarn – Ob Wochenmarkt, Weinfest, Weihnachtsmarkt oder Oldtimertreffen: Der historische Marktplatz in Burg prägt das Ortsbild und ist einer der zentralen Veranstaltungsorte von Fehmarn. Ebenso ist er einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen mit seinen vielen Restaurants und Geschäften und einfach ein Platz für eine kurze Pause zum Eisessen oder für einen Klönschnack unter den alten Bäumen. Doch es gibt auch Kritikpunkte an seiner Beschaffenheit wie etwa die Barrierefreiheit oder bei neuen Herausforderungen durch den Klimawandel.

Die Stadt Fehmarn hat deshalb die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK GmbH) in Zusammenarbeit mit der seecon Ingenieure GmbH mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, um die Möglichkeiten für eine zeitgemäße Umgestaltung des historischen Marktplatzes zu untersuchen. Die beiden Büros prüfen, welche zukunftsorientierten Gestaltungsansätze tragfähig sind und auf einen breiten Konsens treffen.

80000 Euro für Umgestaltung angesetzt

Für die Umgestaltung des Marktplatzes seien insgesamt Kosten von 80000 Euro angesetzt, erklärt Steffi Breuer von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Fehmarn. „Das Land Schleswig-Holstein fördert die Umgestaltung am Marktplatz mit 60000 Euro.“

Besonders im Blick soll der barrierefreie Ausbau sein. Vor allem für viele ältere Einwohner, die auf Rollatoren und Rollstühle angewiesen sind oder Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, gestaltet sich ein Besuch des Wochenmarktes aufgrund des unebenen Bodens als schwierig. Bei den Arbeiten müsse auch besonders auf die denkmalgeschützten Bauten und die ebenfalls denkmalgeschützten Bäume, die den Lindenkranz formen, geachtet werden, betont Breuer. „Wir müssen beraten, wie wir die Arbeiten unter Denkmalschutz umsetzen und dabei eine barrierearme Fläche schaffen.“

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden verschiedene Varianten untersucht.

Jörg Weber (SPD), Bürgermeister

Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) möchte die Fehmaraner dazu animieren, sich in den Prozess mit einzubringen: „Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden verschiedene Varianten untersucht. Dabei geht es zum einen um gestalterische, technische und denkmalrechtliche Aspekte, zum anderen auch um die zukünftige Nutzung. Ich lade die Fehmaranerinnen und Fehmaraner sehr herzlich ein, sich in diesen Prozess einzubringen.“ Die erste Gelegenheit dazu bietet sich bei einem Marktplatzrundgang am 9. Juni. Der Treffpunkt ist um 17 Uhr vor dem Rathaus.“

Auch digital kann sich jeder über den aktuellen Planungsprozess informieren und einbringen. Dazu hat die Stadt die Projekt-Webseite fehmarn.stadtentwicklung.live erstellt, auf der auch der zu sanierende Bereich zu sehen ist.

Im Spätsommer oder im Herbst ist außerdem eine Vorstellung der ersten Arbeitsergebnisse der Büros geplant, informiert Lars Laußat vom Fachbereich Bauen und Häfen der Stadt Fehmarn. Die Machbarkeitsstudie werde gefördert aus Mitteln des Innenstadtprogramms des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

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