Viel Livemusik und buntes Programm beim Hafenfest / Über 40 Programmpunkte an drei Tagen

Burgstaaken in Feierlaune

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Gedämpftere Partystimmung. Frau Sonne hatte sich vom Acker gemacht und ließ einen Geschmack von Herbst zurück. Bei ungemütlichen sechs Beaufort trauten sich deutlich weniger Gäste auf die Kutter

Fehmarn – Von Reinhard Gamon Es waren schöne drei Tage, die Fehmaraner und ihre Gäste am Wochenende rund um den Erlebnishafen Burgstaaken beim Hafenfest genießen konnten. Wenn auch der Sommer seine Koffer gepackt und Aprilwetter mit Herbsttemperaturen zurückgelassen hatte, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde ausgelassen gefeiert, und auch die ein oder andere flotte Sohle wurde aufs Parkett gelegt.

Es gab viel Livemusik auf beiden Veranstaltungsbühnen, eine große Auswahl an kulinarischen Leckerbissen, dazu ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und viel Spiel und Spaß für die Lütten. Schiffsbesichtigungen und ein Kunsthandwerkermarkt rundeten das Programm ab.

Ein reich gedeckter Veranstaltungstisch mit zahlreichen Gerichten, die mit einigen neuen Attraktionen gewürzt waren, sorgte dafür, dass Besucher sämtlicher Altersklassen am Wochenende auf ihre Kosten kamen.

Zu den Festtagen hatten sich auch die beiden Traditionssegler „J.R.Tolkien“ und die „Krik Vig“ angesagt. Die Mannschaften der Segelschiffe boten „Open-Ship“ und buchbare Touren an. Zudem verliehen die Gaffelschoner dem Hafenfest schon allein durch ihre Anwesenheit einen besonderen maritimen Charme.

Erstmals hatte in Kooperation mit dem Tourismus-Service Fehmarn (TSF) die Agentur tiedemann art production vom Gewerbeverein Burgstaaken die Regie bei der Ausrichtung des Events übernommen und das maritime Event vor der Kulisse des Kommunalhafens Burgstaaken professionell aufgezogen. Über 40 Programmpunkte, verteilt auf drei Tage, sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam. Besonders gut kam bei den Hafenfest-Besuchern die Auswahl an Musikgruppen, Bands, Einzelinterpreten und Musikern an. Ob Abba Fever, Tin Lizzy oder Goombay Dance Band und einige andere Musikgruppen mehr – die Hafenfest-Besucher gingen mit. Gastauftritte von den Musik- entertainern Pascal Krieger und André Parker rundeten das Programm ab.

Viel Applaus gab es auch für Lokalmatadore. „Offshore“, die Oberstufen-Schulband der Inselschule, heizte den Festbesuchern tüchtig ein. Lieder wie „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd brachte die Stimmung schon in den frühen Nachmittagsstunde zum Kochen.

Ein Highlight war natürlich wieder der Kutter-Korso, an dem am Sonnabend acht Kutter heimischer Fischer teilnahmen. Begleitet wurde die Ausfahrt bei stürmischer See vom Sicherungsboot „Munster“ von der Bundeswehr. Aufgrund des starken Windes mit Stärke 6 in Böen 7 nahmen aber an der gemeinsamen Ausfahrt in diesem Jahr weniger Gäste teil. Der starke Wind war letztlich auch dafür verantwortlich, dass das geplante Tandem-Fallschirmspringen nicht hatte stattfinden können.

Die ganze Familie hatte die Möglichkeit, an der erstmals durchgeführten Hafen-Olympiade teilzunehmen. Hier ging es nicht um körperliche Ertüchtigungen, sondern darum, möglichst viele zusammengestellte Fragen, die Fehmarn betreffen, richtig zu beantworten. Als Hauptpreis lockte ein Familien-Schlauchboot.

Abseits vom Festgeschehen hatten Künstler auf der Wiese zum ehemaligen Hotel „Schützenhof“ zum Kunsthandwerkermarkt eingeladen. Die Besucherzahl hielt sich allerdings dort sehr in Grenzen, es war einfach zu weit entfernt vom Veranstaltungsort.

Einen großen Anteil am Festgeschehen hatte in diesem Jahr der Marineverein der Insel Fehmarn von 1910. Unter dem Motto „Zeichen der Freundschaft“ hatte der Marineverein das Wachboot der dänischen Marineheimwehr MHV 803, „Aries“ aus Vordingborg, wie auch eine weitere Abordnung befreundeter dänischer Marinekameraden, der Nakskov Marineforenigen, eingeladen und ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Mit Salutschüssen des Marinevereins, die am Freitagvormittag von der einlaufenden „Aries“ der dänischen Heimwehr erwidert wurden, erfolgte die offizielle laute Begrüßung an der Hafeneinfahrt, und mit einem Salutschießen wurde die Mannschaft der „Aries“ am Sonntag beim Auslaufen auch wieder militärisch verabschiedet.

Zum Programm der deutsch-dänischen Begegnung zählte unter anderem auch ein Empfang auf der „Aries“ für geladene Gäste, eine am Sonnabendvormittag durchgeführte Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am dänischen Grab von 1864 auf dem alten Friedhof und ein Freundschaftsschießen, an dem neben zwei dänischen Mannschaften weitere 13 Mannschaften heimischer Vereine, Organisationen, Gilden und Behörden teilnahmen.

Christine Tiedemann vom Veranstalter-Team war zufrieden mit dem Ablauf des Hafenfestes, wenngleich das Wetter hätte besser sein können. Vielleicht ja in 2021, wenn tiedemann art production das Hafenfest wieder gemeinsam mit dem Tourismus-Service Fehmarn ausrichten wird.

Burgstaaken in Feierlaune in Bildern

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