Der Vorstand des Camping-Paradieses Fehmarn
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Der Vorstand des Camping-Paradieses Fehmarn: Jörn Henning Kohlhoff (v.l.), Francesca Klahn, Malte Riechey und Hinrich Muhl.

Kohlhoff bleibt an der Spitze

Camping-Paradies Fehmarn: Vorsitzender wünscht sich mehr Akzeptanz für den Tourismus

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Der Werbeverein Camping-Paradies Fehmarn kam nach über zwei Jahren zur Jahreshauptversammlung zusammen.

  • Werbeverein der 16 Campingplätze auf Fehmarn.
  • Camping: Stabilitätsanker für Fehman während der Corona-Pandemie.
  • Vorstandswahlen gingen schnell über die Bühne.

Fehmarn – Die letzte Jahreshauptversammlung vom Camping-Paradies Fehmarn, dem Werbeverein der 16 Campingplätze auf der Insel, ist über zwei Jahre her. Am Dienstagnachmittag, im 50. Jahr der Vereinsgründung, gab es endlich ein Wiedersehen im Restaurant Seeblick im Camping- und Ferienpark Wulfener Hals. Neu im Bunde: Jan Kohlhoff, der den Campingplatz Puttgarden von Uwe Claussen gepachtet hat. Sein älterer Bruder, der Vorsitzende des Vereins, Jörn Henning Kohlhoff, sprach von „turbulenten anderthalb Jahren“, wenngleich er 2020 als „gute Saison“ bezeichnete und auch die laufende Saison mit sehr gut gebuchten Plätzen nicht negativ kommentierte.

Es wird sich wieder normalisieren.

Jörn Henning Kohlhoff

Als sehr bedenklich bezeichnete Kohlhoff die „gewandelte Stimmung“, was die Akzeptanz für den Tourismus betreffe. Dies habe teilweise dazu geführt, dass Gäste storniert und sich gegen Fehmarn entschieden hätten. „Wir sollten bedenken, woher die Arbeitsplätze kommen und wer hier die Steuern zahlt“, bezeichnete Kohlhoff 2020 und 2021 als Ausnahmejahre. „Es wird sich wieder normalisieren.“ Alle hätten von Saisonverlängerung gesprochen, nun wolle sie auf einmal keiner mehr haben.

Dass es gut läuft im Campingsegment, das sich als Stabilitätsanker in der Corona-Pandemie mauserte, ist für Fehmarn nicht gerade unwichtig, würden doch die 16 Betriebe 35 Prozent der Übernachtungen ausmachen, so Tourismusdirektor Oliver Behncke, der als steter Teilnehmer der Versammlung über Neues aus dem Tourismus berichtete. Die Steigerungen bei den Übernachtungen hätten auf den Plätzen zwischen zehn und 15 Prozent betragen, so Behncke, der für dieses Jahr von einer ähnlichen Anzahl an Übernachtungen auf den 16 Plätzen ausgehe.

Francesca Klahn als Beisitzerin gewählt

Die Vorstandswahlen schnell über die Bühne: Kohlhoff bleibt Vorsitzender, Malte Riechey Stellvertreter, Hinrich Muhl macht ebenfalls im Vorstand weiter. Neu – nach gewisser Überzeugungsarbeit aus der versammelten Runde – ist Francesca Klahn vom Campingplatz Miramar als Beisitzerin.

Kohlhoff lobte in seinem Bericht die Corona-Whatsapp-Gruppe des Vereins als unkompliziertes Kommunikationsmittel der Wahl in der Pandemie. „Wir haben uns intensiv ausgetauscht“, sagte auch der stellvertretende Vorsitzende Malte Riechey, insbesondere mit Blick auf die sich kurzfristig veränderten Corona-Vorgaben des Landes.

Als „herbe Klatsche der Politik“ bezeichnete Kohlhoff im Rückblick die Absage, sich als Modellregion zu bewerben. „Zum Glück kam uns der Tourismus-Restart im Land entgegen“, so Kohlhoff. Einen Sonderweg, den Volker Riechey lobte und an die „herben Verluste in Mecklenburg-Vorpommern“ erinnerte.

Finanziell steht der Verein stabil da. 2019 mit einem deutlichen Plus von über 12000 Euro, vor allem weil der eigene Katalog nicht gedruckt werden musste. 2020 ein kleines Plus: Im letzten Jahr wurde in eine neue Homepage (campingparadies-fehmarn.de) investiert.

Nur die Klickzahlen sind bescheiden. In der Runde wurde für eine bessere Einbindung in die stärker frequentierte Webseite des Tourismus-Service plädiert. Katherin Kleingarn sprach sich für mehr Werbemittel im Onlinebereich aus und eine Stärkung der Homepage des Vereins, was Volker Riechey als „sinnvoll“ bezeichnete, jedoch müsse man dafür auch Geld in die Hand nehmen. Er stellte 10000 Euro in den Raum für stetig neue Inhalte und redaktionell aufbereitete Werbetexte (Advertorials) auf reichweitenstarken Webseiten. „Es müsste sich ständig jemand damit beschäftigen.“ Der Verein will das Thema im Herbst angehen.

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