SPD Fehmarn findet: „Die Bürger verstehen dies zu Recht als Armutszeugnis“ – SPD-Fraktion habe ihre Hausaufgaben gemacht

„CDU ohne Meinung zur Bürgermeisterwahl“

FEHMARN (nic)  • „Die CDU muss sich ihrer Verantwortung für die Besetzung des Verwaltungschefs der Stadt stellen und ihren Wählerinnen und Wählern Orientierungshilfe angedeihen lassen.“ Ein klarer Fall für die SPD, die die Vorgehensweise der CDU Fehmarn in aktueller Pressemitteilung kritisiert.

• „Erwartung beim

• Neujahrsempfang

• zerschlagen“

Die SPD-Fraktion habe ihre Hausaufgaben im Hinblick auf den 8. März (Sonntag), wenn zum zweiten Mal seit der Gründung der Stadt Fehmarn das Verwaltungsoberhaupt zur Wahl steht, gemacht: Mit Gunnar Mehnert sei ein engagierter und erfahrener Kommunalpolitiker als Kandidat aufgestellt worden, der als Unternehmer nicht nur über betriebsspezifische Kenntnisse verfüge, sondern als Arbeitgeber auch Mitarbeiter erfolgreich zu führen vermöge.

Die Verwaltungsspitze des Rathauses strebten bekanntlich auch ein von der FDP gestützter Kandidat sowie eine unabhängige Bewerberin neben dem Amtsinhaber an.

Die Erwartung, dass die stärkste Fraktion in der Stadtvertretung von Fehmarn eine Position zur kommenden Bürgermeisterwahl einnehmen würde, habe sich spätestens beim Neujahrsempfang der fehmarnschen CDU am Sonnabend zerschlagen, so die SPD. „Wie Ortsvorsitzender Ingo Gädechens eine Woche vor Abgabeschluss der Bewerbungen für das Bürgermeisteramt zugeben musste, sieht sich die CDU auf Fehmarn außerstande, eine eigene Kandidatin oder einen Kandidaten für diese wichtige Funktion vorzuschlagen.“

• „CDU hat noch

• mehrere

• Möglichkeiten“

Bis zum 19. Januar habe die CDU immerhin noch mehrere Möglichkeiten:

1. Sie stelle eine(n) eigene(n) Kandidaten / Kandidatin auf. Werde die Kandidatur von einer ortsfremden Persönlichkeit wahrgenommen, habe die CDU die Pflicht, die Person auf der Insel bekannt zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass ihre Vorzüge rechtzeitig vor der Wahl bei den Bürgern ankomme. Das sei nicht einfach, aber zwingend notwendig und Aufgabe des CDU-Ortsverbandes.

2.  Die CDU unterstütze Amtsinhaber Otto-Uwe Schmiedt. „Der vielleicht einfachste Weg der CDU, aus dem Dilemma heraus zu kommen“, sehen es die Genossen von Fehmarn. „Doch wenn dies geschieht, ist der Eindruck, dass Schmiedt nur als Verlegenheitskandidat dem CDU-Ortsverband und ihrer Fraktion dient, sehr deutlich.“ Würde die Partei es ernst meinen und glaubwürdig sein wollen, hätte dieser Schritt schon viel früher vollzogen werden müssen, ist die SPD der Ansicht.

3.  Die CDU unterstütze die Kandidatur eines der bisherigen neuen Bewerber. „Dies kommt jedoch einem Armutszeugnis der Partei gleich: Die stärkste Fraktion in der Inselstadtvertretung sieht sich nicht in der Lage, eigene Vorstellungen für dieses Amt zu entwickeln und zu präsentieren.“ Der politische Niedergang der CDU auf Fehmarn sei damit vorprogrammiert.

4.  Die CDU tue nichts. „Dies entspricht genau dem Bild, das man seit geraumer Zeit von der Arbeit der CDU in der Stadtvertretung hat. Alle politischen Handlungsfelder der Stadtpolitik sind entweder von der SPD geprägt oder die Freien Wähler agieren lautstark. Die denkbar schlechteste Möglichkeit der CDU auf die Bürgermeisterwahl Einfluss nehmen zu wollen“, sehen es die insularen Sozialdemokraten, und den politischen Niedergang der CDU auf Fehmarn damit bereits vollzogen.

• „Offensichtlich

• für Variante 4

• entschieden“

Offensichtlich habe sich die CDU auf Fehmarn für die Variante 4 entschieden. „In dieser wichtigen Frage des Bürgermeisteramtes in der Stadt Fehmarn scheint es den Christdemokraten völlig egal zu sein, mit wem sie als stärkste Fraktion in der Stadtvertretung und im Hauptausschuss zusammenarbeiten will. Die Bürger verstehen dies zu Recht als Armutszeugnis.“

ft-online/lokales vom 13. Januar 2009

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