Corona und Ausschussarbeit (5. Teil): Schwerpunkte für den Hauptausschuss

Corona-Pandemie klar im Fokus

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Lars Hviid (FWV), Vorsitzender des Hauptausschusses.

Fehmarn – Von Andreas Höppner Griffige und für die Öffentlichkeit vielleicht auch mal spektakuläre Entscheidungen werden in der Regel woanders gefällt: im Bau- und Umweltausschuss, im Tourismusausschuss, aber nicht gerade im Hauptausschuss. Das schmälert nicht die Bedeutung, die er im Gefüge der Ausschüsse besitzt, denn „ein Hauptaugenmerk liegt auf Personalentscheidungen“, so Ausschussvorsitzender Lars Hviid (FWV). Diese wiederum werden nichtöffentlich beraten.

  • Hauptaugenmerk auf Personalentscheidungen
  • Koordination der Ausschussarbeit
  • Aktuelle Berichte über die Feste Fehmarnbeltquerung

Ausschuss in der Rolle des Vermittlers

Zwei weitere wesentliche Punkte seien die Koordination der Ausschussarbeit und die Ausübung der Kontrollfunktion bei der Umsetzung der Beschlüsse der Stadtvertretung durch die Verwaltung. Dem Hauptausschuss kommt nach Angaben des 53-Jährigen aber auch eine Vermittlerrolle zu, wenn es darum geht, unterschiedliche Meinungsbilder zwischen den einzelnen Ausschüssen oder Ausschüssen und Stadtvertretung zusammenzuführen. Als Beispiel nannte er das unterschiedliche Abstimmungsverhalten von Fachausschuss und Stadtvertretung bei der geplanten Edeka- und Aldi-Erweiterung plus dm-Ansiedlung im Burger Gewerbegebiet. Lars Hviid vermutet, dass der Hauptausschuss in dieser Vermittlerrolle in Zukunft noch stärker gefordert sein wird.

„Die Daseinsberechtigung des Hauptausschusses ist also gegeben“, entgegnet Hviid möglichen Kritikern, die die Relevanz des Ausschusses infrage stellen und verweist auf die regelmäßig im Ausschuss durch Regionalmanager Jürgen Zuch vorgetragenen Berichte rund um das große Thema Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ). Ein Thema, das Fehmarn noch Jahre beschäftigen wird. Im Ausschuss könne über die FFBQ immer aktueller berichtet werden als in der Stadtvertretung, die in der Regel nur alle drei Monate tage, verdeutlicht der Chef des Ausschusses.

Und – ganz wichtig und aktuell: die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das war in den letzten Monaten ohne Zweifel der Dauerbrenner in den Sitzungen des Hauptausschusses, der im Gegensatz zu den anderen Fachausschüssen regelmäßig tagte. Die große Frage, die sich den Mitgliedern des Hauptausschusses stellte: Welche Maßnahmen soll die Stadt Fehmarn ergreifen, um auf Grundlage sich immer wieder verändernder Verordnungen die Pandemiegefahren einzudämmen?

„Wir haben das ganz gut gemeistert“, resümiert Lars Hviid, erinnert aber auch an die sogenannten Chaos-Wochenenden über Himmelfahrt und Pfingsten, als die Touristen nach dem zweimonatigen Lockdown zahlreich auf die Insel strömten und das Wildparken sowie -campen zum großen Ärgernis wurden. Mittlerweile ist aber auch hier eine deutliche Entspannung der Lage eingetreten.

„Wir müssen weiterhin wachsam bleiben“

Dennoch, „wir müssen weiterhin wachsam bleiben“, denn das Pandemiegeschehen könne sich schlagartig wandeln, zumal bald die kühlere Jahreszeit komme und sich die Aktivitäten mehr und mehr „indoor“ abspielten, mahnt Hviid. Er ist aber erleichtert, dass „Fehmarn bislang Glück gehabt“ habe.

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