Tourismusdirektor Oliver Behncke lädt zum touristischen Krisengespräch

Corona rund um die Uhr

+
Touristisches Krisengespräch: Fachbereichsleiter Günther Schröder, Bürgermeister Jörg Weber, Tourismusdirektor Oliver Behncke, Peter Wolf (Dehoga), Jörn Henning Kohlhoff (Camping-Paradies), Rolf Reijnders, Marion Schmidt, Claus-Michael Rathjen (ABA), Holger Wilder und IFA-Direktorin Jutta Zimmermann (v.l. am Tisch).

Fehmarn –hö– Der Tourismus-Service Fehmarn, die Stadtverwaltung Fehmarn sowie das Gast- und Vermietgewerbe üben den Schulterschluss. In Zeiten der Corona-Krise rücken sie enger zusammen. Aber viel mehr als sich gegenseitig Unterstützung zuzusagen, ist kaum möglich. Doch bereits das tue nach Auffassung von Bürgermeister Jörg Weber gut.

  • Touristisches Krisengespräch 
  • Verlust von 15,5 Millionen Euro in den nächsten vier Wochen für fehmarsche Vermieter, Einzelhandel und Gastronomie durch Corona
  • Tourismus-Service Fehmarn schätzt Minus durch fehlenden Ostertourismus auf 280000 Euro

15,5 Millionen Euro weniger

„Es gibt nur noch Corona – rund um die Uhr“, berichtet Tourismusdirektor Oliver Behncke darüber, dass sich zurzeit sämtliche Aktivitäten des TSF nur noch um die Auswirkungen der Corona-Pandemie drehen. Und diese sind auch für Fehmarns Vermieter und Beherbergungsbetriebe immens. Behncke schätzt, dass durch das Ausbleiben der Übernachtungsgäste in den kommenden vier tourismusfreien Wochen Vermietern, Einzelhandel und Gastronomie zusammen rund 15,5 Millionen Euro fehlen werden. Nicht berücksichtigt bei dieser Berechnung seien Umsätze durch den Tagestourismus, die Dauercamper sowie Zweitwohnungsbesitzer, so Behncke.

Für viele Vermieter und Beherbergungsbetriebe sei das eine ernste Lage. „Je mehr Angestellte, desto ernster ist es“, hätten laut Behncke besonders die größeren Betriebe Probleme. Vor allem auch diejenigen, die in jüngster Zeit verstärkt investiert hätten. Wenn es um finanzielle Unterstützung oder direkte Hilfen geht, setzen die touristischen Betriebe laut Behncke auch auf das gestern durch den Landtag beschlossene Nothilfeprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro, das Unternehmen helfen soll, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu lindern. Allerdings müssten hier erst die Modalitäten abgewartet werden. „Man braucht Bargeld, um Verluste auszugleichen, die jetzt anfallen“, machte der Tourismusdirektor deutlich, dass es für viele Betriebe auch um die Liquidität geht. Deshalb hofften die betroffenen Unternehmen auch auf die Banken, so Behncke.

TSF schätzt Minus auf 280000 Euro

Der jetzt wegfallende

Ostertourismus

schlägt aber auch voll durch auf die Zahlen des TSF. Fehmarns Tourismuschef schätzt, dass in den nächsten vier Wochen Verluste von etwa 280000 Euro zu erwarten sind durch das Ausbleiben von Provisionen bei der Vermietung, die Einnahmeverluste des „FehMare“ und den Rückgang der Kurabgabe. „Und dann steht noch gar nicht fest, ob und wie es weitergeht“, erinnert Behncke an die große Ungewissheit in sämtlichen Lebensbereichen, die mit der

Corona-Pandemie

verbunden ist.

Auch in den nächsten Tagen wird sich beim TSF vieles um die Auswirkungen der Corona-Krise drehen. Wie verfährt man mit den Saisonkräften, die am 1. April starten sollen? Welche praktikablen Regelungen bieten sich an für die Mitarbeiter? Wie geht es weiter mit den großen und kleinen Veranstaltungen? Fragen, die zu beantworten sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.