Corona-Test
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Ab 11. Oktober sind Corona-Tests kostenpflichtig.

Kostenpflichtig nicht für alle

Corona-Tests werden ab 11. Oktober kostenpflichtig: Was passiert auf Fehmarn?

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Wer ab Montag noch freiwillig ungeimpft ist und einen Corona-Schnelltest braucht, muss bezahlen. Das gilt aber nicht für alle. Wer ist von der Regel ausgenommen? So sieht‘s auf Fehmarn aus.

Fehmarn – Wer ab Montag noch freiwillig ungeimpft ist und einen Corona-Schnelltest braucht – etwa für Kino, Restaurant oder Konzert –, der muss den Geldbeutel öffnen. Die Tests werden kostenpflichtig. Davon ausgenommen sind: Minderjährige (unter 18), Schwangere und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen – sie müssen dafür ein ärztliches Zeugnis vorlegen. Alle Personen, die sich testen lassen wollen, müssen einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Das ist overkill.

Kai Sap, Geschäftsführer der Fehmarn Schnelltest UG

Seit gestern Freitagnachmittag liegt Kai Sap, Geschäftsführer der Fehmarn Schnelltest UG, der die zwei Testzentren auf Fehmarn betreibt, auch der Leitfaden vom Kreisgesundheitsamt vor, wie mit den Menschen zu verfahren ist, die weiterhin kostenlos getestet werden dürfen. Seine erste Reaktion: „Das ist overkill.“ Alles, was die Person bei der elektronischen Registrierung bei uns bereits ausgefüllt habe, müsse jetzt nochmals per Hand in ein Formular eingetragen werden. Nicht nur sei dies eine zusätzliche Arbeitsbelastung, „das wird auch wieder Beschwerden geben“, so Sap, der nun für Montag Kopien der Formulare drucken lässt.

Anbieter nimmt identischen Preis wie die Abrechnung für die Bürgertests

Die Preise bestimmen die Anbieter selbst. Sap wird an seinen beiden Teststationen am Montag (11. Oktober) mit 11,50 Euro pro Test starten. Nachdem die Sätze vom Staat angepasst worden seien, habe man bei Aufrechterhaltung der Qualität Abläufe so optimiert, dass es mit 11,50 Euro (acht Euro für den Abstrich, 3,50 Euro für das Material) funktioniere, so Sap, der deshalb pro Test auch 11,50 Euro verlangen werde. „Wir wollen die Grundversicherung aufrechterhalten und machen das so lange wie es wirtschaftlich ist“, sagt Sap.

Bezahlt werden kann nur bargeldlos. „Wir haben ganz normale EC-Kartenlesegeräte“, so der Geschäftsführer.

Momentan lassen sich in Burgtiefe etwa 30 bis 40 Personen pro Tag testen. „Das ist für uns ein Plus-Minus-Null-Geschäft“, betont der Geschäftsführer. In Burg sind es zurzeit in der Spitze pro Tag 200 durchgeführte Tests. Ob die jetzigen Öffnungszeiten am Mummendorfer Weg (täglich von 9 bis 17 Uhr) und auf dem Großparkplatz am Südstrand (täglich von 10 bis 14 Uhr) nach Montag Bestand haben, weiß Sap noch nicht. „Wir müssen schauen, wie sich das Testaufkommen mit den kostenpflichtigen Tests entwickelt. Erst mal bleibt alles so, wie es ist.“

Wir halten die politische Entscheidung kostenpflichtiger Tests für falsch und unvernünftig.

Malte Riechey, Geschäftsführer Camping- und Ferienparks Wulfener Hals

Malte Riechey, Geschäftsführer des Camping- und Ferienparks Wulfener Hals, wird für die eigenen Gäste das kostenlose Angebot weiterhin aufrechterhalten. „Wir halten die politische Entscheidung kostenpflichtiger Tests für falsch und unvernünftig“, sagte Riechey gegenüber dem FT. „Wir zahlen dann zwar drauf“, Geld wolle man damit sowieso nicht verdienen.

Er verstehe das Angebot eher als Serviceleistung und für die Sicherheit der Gäste. Bis mindestens 1. November soll die Strategie beibehalten werden. Darüber hinaus werde man das Testangebot an den Bedarf der Gäste anpassen. Externe können sich weiterhin in der Teststation am Wulfener Hals testen lassen, aber gegen Gebühr, die auf schnelltest.wulfenerhals.de noch veröffentlicht wird. 

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