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DEGES stellt groben Zeitplan für Ausbau der B 207 auf Fehmarn vor: In Puttgarden geht es los

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Von: Andreas Höppner

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Fehmarn Ausbau B 207 Großenbroder Lagune
Im Bereich der Großenbroder Lagune werden noch bis Mitte Mai Sondierungsbohrungen durchgeführt. Die Fahrbahnverengung wird anschließend aufgehoben. © Andreas Höppner

Im Herbst 2022 beginnen Baumfällarbeiten im Zuge des vierstreifigen Ausbaus der B 207 auf Fehmarn.

Fehmarn – Seit 25. August 2021 besteht Baurecht für den vierstreifigen Ausbau der B207 über Heiligenhafen-Ost hinaus nach Puttgarden. Bis auf planerische und bauvorbereitende Maßnahmen ist noch nicht viel passiert. Das wird sich erst im Herbst des laufenden Jahres ändern, wenn im Bereich der zukünftigen Anschlussstelle Puttgarden Baumfällarbeiten durchgeführt werden. 

Wir bauen nicht überall gleichzeitig.

Dr. Benedikt Zierke, Projektleiter

Im zweiten Quartal 2023 startet in diesem Bereich dann die Errichtung von zwei Brückenbauwerken (Querung B207/Drohngraben). Das teilt Dr. Benedikt Zierke, Projektleiter bei der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), dem FT mit. „Wir bauen nicht überall gleichzeitig“, so Zierke, der hofft, die Beeinträchtigungen der Verkehrsteilnehmer auf dem rund 16 Kilometer langen Streckenabschnitt so gering wie möglich halten zu können.

Anschluss Burg nicht vor 2025

2024 soll es auf Fehmarn dann weitergehen mit dem Neubau der Anschlussstelle Avendorf. Erst wenn diese fertiggestellt ist und Umleitungsstrecken über die K43 (Blieschendorf/Burg) und die L209 (Richtung Landkirchen) problemlos angebunden sind, folgt die Errichtung der Anschlussstelle Burg. „Das wird nicht vor 2025 sein“, steckt Zierke grob den Zeitrahmen ab.

Die aktuellen Planungen der DEGES sehen so aus, dass der vierstreifige Ausbau der B207 laut Zierke bis Ende 2027, Anfang 2028 abgeschlossen wird. „Wenn‘s 2029 wird bis zur Eröffnung des Fehmarnbelttunnels, passt es auch noch“, gibt sich der Projektleiter entspannt, denn in der Planung sei „viel Sicherheit drin“. 

Zunächst einmal ausgespart sind die Detailplanungen für den Straßenbau im Bereich der neuen Fehmarnsundquerung, wo die DEGES gemeinsam mit der Deutschen Bahn den Sundtunnel errichtet. Diese Nachricht hatte in der vergangenen Woche auf der öffentlichen Infoveranstaltung in Großenbrode für ein wenig Erleichterung gesorgt unter den Vertretern der betroffenen Kommunen Großenbrode und Fehmarn (wir berichteten). 

Zusätzliche Sondierungsbohrungen

Auf dem Festland in Höhe der Großenbroder Lagune werden laut Zierke im Bereich der Großenbroder Au zurzeit zusätzliche Sondierungsbohrungen durchgeführt. Auf einer Länge von knapp zwei Kilometern ist die Fahrbahn verengt und die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Auf der Südseite sollen die Bohrungen in dieser Woche beendet werden, anschließend geht es auf der Nordseite weiter. In etwa zehn Tagen, so Zierke, könne die B207 bei Großenbrode dann wieder uneingeschränkt befahren werden.

Wichtig sei ein ständiger Austausch mit den Entscheidungsträgern vor Ort und der Bevölkerung, versichert DEGES-Sprecher Ulf Evert, dass die Öffentlichkeit regelmäßig über den Planungsstand und Baufortschritt informiert werde.

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