Manuel von Schalscha-Ehrenfeld im Porträt
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Manuel von Schalscha-Ehrenfeld will am 7. März Bürgermeister der Stadt Fehmarn werden.

Manuel von Schalscha-Ehrenfeld will ins Rathaus

Bürgermeisterwahl Fehmarn: Sicherheit hat für den FDP-Mann oberste Priorität

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Der Wahlfehmaraner Manuel von Schalscha-Ehrenfeld will für die FDP am 7. März bei der Bürgermeisterwahl ins Rathaus einziehen. Für beide Tunnel und Insel wünscht er sich eine Berufsfeuerwehr.

  • Großer Verwaltungsapparat ist kein Neuland.
  • Einsetzen für Ortsbeiräte.
  • Ein zentrales Verwaltungsgebäude an der L209.

Fehmarn – „In den letzten sechs Jahren ist nicht viel passiert – da kann ich mehr bewegen“, sagt Manuel von Schalscha-Ehrenfeld im FT-Gespräch. Der Wahlfehmaraner will am 7. März als Kandidat der FDP ins Rathaus einziehen, und Verwaltung traut er sich zu. Seit fast 25 Jahren sei er bei der Feuerwehr in Hamburg, die einen großen Verwaltungsapparat habe. „Das ist kein Neuland für mich.“

Bürgermeister und Politik müssen näher an den Bürger ran

Wie seine vier Mitbewerber ums Amt sieht auch der gebürtige Berliner, den es nach seiner Ausbildung als Maschinenschlosser ans Wasser nach Hamburg zog, die Bürgernähe als wichtigen Auftrag für einen Verwaltungschef. „Ich arbeite tagtäglich mit vielen Menschen zusammen“, will er ein Bürgermeister zum Anfassen sein. Einsetzen will er sich für Ortsbeiräte. „Ich muss als Bürgermeister wissen, was vor Ort los ist, um bei Problemen zu helfen.“

Wäre man mit den Bürgern in einen Dialog eingetreten, hätte es kein Bürgerbegehren gegeben.

Bürgermeisterkandidat Manuel von Schalscha-Ehrenfeld (FDP)

Bürgermeister und Politik müssten zudem näher an den Bürger ran, meint von Schalscha-Ehrenfeld und sieht für Fehmarn noch Potenzial. Als Beispiel erwähnt er den geplanten Hotelbau in Meeschendorf. „Wäre man mit den Bürgern in einen Dialog eingetreten, hätte es kein Bürgerbegehren gegeben“, ist er sich sicher.

Sein Thema ist die Sicherheit. Für ihn habe sie oberstes Priorität. „Es wird zukünftig zwei Tunnel geben, aber kein richtiges Krankenhaus für jährlich rund 2,5 Millionen Menschen – Einheimische, Touristen und Tagesbesucher, rechnet der Feuerwehrmann, der im Elbtunnel für Sicherheit sorgt, zusammen. Von einer hauptamtlichen Wachabteilung hält er zudem wenig. „Das sind im Prinzip Gerätewarte, die wochentags von 8 bis 18 Uhr arbeiten.“ Fehmarn bräuchte eine Berufsfeuerwehr, die mit den freiwilligen Wehren der Insel zusammenarbeite. In Kooperation müsse auch der ASB-Rettungsdienst in die Feuerwehr integriert sein.

Zur engen Zusammenarbeit passt auch eine weitere Vorstellung des FDP-Bewerbers: ein Gebäude für Verwaltung, Feuerwehr, Polizei und Tourismus-Service westlich der B207 an der L209. Das zentral gelegene Verwaltungsgebäude könne so wunderbar an die ausgebaute B207 angebunden werden.

Den Westen der Insel dürfen wir nicht vernachlässigen.

Bürgermeisterkandidat Manuel von Schalscha-Ehrenfeld (FDP)

Apropos Infrastruktur: Beim Straßenausbau müsse die Stadt den tendenziell immer größer werdenden Pkw und auch den Wohnmobilen Rechnung tragen. Bei der Frage nach einem weiteren Drogeriemarkt spricht sich der 47-Jährige, der seit sieben Jahren fest auf Fehmarn wohnt, eher für Petersdorf aus. „Den Westen der Insel dürfen wir nicht vernachlässigen.“

Der Tourismus, als großes Standbein der Insel, der in der Tendenz wohl weiter wachsen werde, müsse im Gleichgewicht mit den Einheimischen weiterentwickelt werden, sagt der Wahlfehmaraner, der Ende der 90er-Jahre auf Fehmarn mit dem Surfen begonnen und zur Jahrtausendwende das Kiten für sich entdeckt hat. Wichtig sei daher beispielsweise, die Landwirtschaft nicht hinten runterfallen zu lassen, die Windenergie als Wirtschaftszweig zu schützen und auch anderen Bereichen die Ansiedlung oder Vergrößerung zu ermöglichen. „Wir dürfen uns nicht zu abhängig machen von einer Branche.“

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