Vielseitigkeitsreiter nach dem Geländeritt in Tryon auf Rang sechs

Deutsches Team fällt zurück

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Kai Rüder und „Colani Sunrise" bewältigen den Geländeparcours fehlerfrei. Es gab ein paar Zeitstrafpunkte.

TRYON/FEHMARN -lb- Der Geländetag der deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Weltreiterspielen in Tryon (USA) war durchwachsen.

Schlussreiterin Ingrid Klimke führt zwar in der Einzelwertung, jedoch rutschte das Team vom ersten auf den sechsten Platz ab. Der fehmarnsche Vielseitigskeitsreiter Kai Rüder bewältige den Geländeparcours mit „Colani Sunrise“ fehlerfrei, überschritt allerdings die erlaubte Zeit von zehn Minuten um 43 Sekunden. So wurden aus 30,2 Minuspunkten aus der Dressur 47,4 Minuspunkte. Am Ende stand damit der 45. Platz zu Buche. Teamkollege Andreas Dibowski kassierte mit „Corrida“ ebenfalls nur Zeitstrafpunkte und belegt mit 43,5 Minuspunkten derzeit Rang 39.

„Der Plan ging voll auf. Colani war an jedem Sprung super sicher. In der Mitte muss man schon ein bisschen reiten, da wird einem nichts geschenkt. Zwischendurch musste ich ihn ein bisschen bremsen, da hab ich etwas Zeit verloren, die man am Ende nicht mehr herausholen kann. Wichtig war mir, für die Mannschaft gut nach Hause zu reiten“, sagt Kai Rüder zu seinem Ritt. „Ich war ein bisschen Testpilot für unsere Mannschaft. Der Boden war optimal, da gab es kein Problem. Ich konnte die Wendungen voll durchreiten.“

Besonderes Pech hatte Aachen-Gewinnerin Julia Krajewski (Warendorf) mit „Chipmunk“, die mit nur 19,9 Minuspunkten als Führende nach der Dressur ins Gelände gestartet war. Nach einem guten Beginn kassierte sie an Hindernis 14 einen Vorbeiläufer und fiel auf Platz 47 zurück (48,3 Minuspunkte). Einzelreiterin Sandra Auffarth (Ganderkesee), die mit ihrem Nachwuchspferd „Viamant du Matz“ in die USA gereist war, gab nach zwei Verweigerungen am zweiten Wasserhindernis auf.

Vor dem Geländeritt hatte die Heimatzeitung Rüder per E-Mail erreicht. „Dieser Geländekurs ist sehr anspruchsvoll auf Vier-Sterne-Niveau. Hinzu kommt, dass durch das hügelige Terrain konditionell viel abverlangt wird. Für die schwächeren Nationen gibt es einige freundlichere Alternativsprünge, die dann mehr Zeit in Anspruch nehmen“, blickte Rüder am Freitagabend voraus. „Colani ist in Luhmühlen schon einmal auf diesem Niveau platziert gewesen“, so Rüder weiter. Reitschülerin Ida Navers ist als Pferdebetreuerin mitgeflogen. „Sie macht einen tollen Job“, ist der Vielseitigkeitsreiter voll des Lobes.

Wegen der Ausläufer des Hurrikans „Florence“ mit sehr starkem Regen ist das abschließende Springen von Sonntag auf heute vorschoben worden. Das deutsche Team geht auf Platz sechs (114,2 Punkte) in die letzte Teilprüfung. Mit 80,8 Punkten hat Großbritannien seine Ansprüche auf den Mannschaftstitel deutlich angemeldet. Es folgt mit 89 Punkten Irland vor Frankreich (91,8). Überraschend hat sich das japanische Team auf Platz vier (100,9) vor die Australier (112,2) geschoben. Hinter Deutschland folgen Schweden (115,5), USA (121,0), Niederlande (123,6) und Neuseeland (126,2).

Für Ingrid Klimke mit „Bobby“ ist die Goldmedaille im Einzel zum Greifen nah. Das Paar geht mit 23,3 Minuspunkten ins abschließende Springen. Im Parcous darf keine Stange fallen, denn die Konkurrenz liegt Klimke dicht auf den Fersen.

Auf Platz zwei kommt die Britin Rosalind Canter mit „Allstar“ (24,6 Minuspunkte) vor der Irin Sarah Ennis mit „Horseware Stellor Rebound“ (26,3).

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