Neue Thruster und Silikonanstrich steigern Effizienz / Scandlines rüstet alle Fähren um

„Deutschland“ kommt aus Werft

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Die „Deutschland“ auf dem Trockenen: Seit Anfang März befindet sich die Fähre zur Umrüstung in der Danziger Remontowa Werft.

Fehmarn –hö– Das Fährschiff „Schleswig-Holstein“ ist bereits vor einem halben Jahr mit neuen Antriebsgondeln (Thruster) ausgestattet worden, in den letzten Wochen hat die Reederei Scandlines dies auch bei der „Deutschland“ durchführen lassen. Die Werftliegezeit in Danzig ist beendet, Ende dieser Woche wird sie aus Polen zurückerwartet.

  • Schiffsrumpf gleitet leiser und vibrationsärmer durchs Wasser
  • CO2-Emissionen können zwischen zehn bis 15 Prozent gesenkt werden
  • Ablagerungen werden durch Silikoanstrich vermeiden

Durch den Einsatz der neuen Thruster gleitet der Schiffsrumpf leiser und vibrationsärmer durchs Wasser. Auf diese Weise können die CO2-Emissionen um zehn bis 15 Prozent gesenkt werden. Ein weiterer positiver Effekt ist die Reduktion des Unterwasserschalls, was wiederum den im Fehmarnbelt lebenden Schweinswalen zugute kommt. Parallel zum Thrustertausch wurde auf der Remontowa Werft auch die Steuerungsanlage erneuert.

Ein neuer Dieselgenerator, wie bei der „Schleswig-Holstein“, sei nicht eingebaut worden, da die „Deutschland“ bereits seit ein paar Jahren über einen größeren Dieselgenerator verfüge, berichtet Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen. Premiere feiert jedoch ein Silikonanstrich für das Unterwasserschiff. Gegenüber einem konventionellen Anstrich besitzt Silikon den Vorteil, dass sich Ablagerungen wie beispielsweise Muscheln, Pocken oder Algen nicht so leicht am Unterwasserschiff festsetzen können und somit auch auf diese Weise Energie eingespart wird.

Wie bei jeder Werftliegezeit werden neben den Hauptarbeiten auch diverse Reparaturen an Rohrleitungen sowie Bug- und Heckklappen und Malerarbeiten im Passagierbereich durchgeführt. Nach ihrer Ausdockung am Montag sind bei der „Deutschland“ noch routinemäßig Tests und Einstellungen vorgenommen worden. Am Mittwochnachmittag hat sie sich auf die zweitägige Heimreise gemacht.

Die Reederei Scandlines investiert insgesamt rund 13 Millionen Euro in die Umrüstung der Thruster an allen vier Hybridfähren. Das dritte Schiff, das in die Werft geht, ist die „Prins Richard“, abgeschlossen wird die Maßnahme mit der „Prinsesse Benedikte“. Feste Termine hierfür gibt es laut Angaben von Heiko Kähler, Geschäftsführer von Scandlines Deutschland, noch nicht.

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