Ein eingezäuntes Baustellenschild, im Hintergrund ist die Fehmarnsundbrücke zu sehen
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Für die Instandsetzung der Fehmarnsundbrücke will die Deutsche Bahn alles geben. Auch der Abschluss der Arbeiten soll weiterhin bis Oktober 2024 erfolgen.

Trotz Verzögerungen – Gesamtmaßnahme fertig bis 2024

Baustelle Fehmarnsundbrücke im Zeitplan

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Die Sanierungsarbeiten an der Fehmarnsundbrücke sind im Verzug.

  • Weiterhin keine Ampelschaltung, um Staus zu vermeiden.
  • Arbeiten an den Schrammboden sollten eigentlich fertig sein.
  • 30er-Zone wird für längere Zeit zur Brückenüberfahrt gehören.

Fehmarn – Seit dem Frühjahr des letzten Jahres wird auf der Fehmarnsundbrücke gebaut und zwar sichtbar an der Fahrbahnbegrenzung, den sogenannten Schrammborden, auf der Westseite der Brücke. Seitdem ist dafür die Fahrbahn verengt, der Verkehr muss mit 30 km/h über die Brücke fahren. Ein Kompromiss, damit keine Ampelschaltung zu Staus auf beiden Brückenseiten führt.

Allerdings verzögern sich die Arbeiten an den Schrammborden, sollte doch die Westseite bis Oktober 2020 fertig sein. „Ja, wir wollten eigentlich weiter sein“, räumt auch Peter Mantik ein, Pressesprecher bei der Deutschen Bahn. Andererseits gebe es aber keinen Verzug in der Planung, die 1963 in Betrieb gegangene Straßen- und Eisenbahnbrücke bis 2024 für die nächsten 130 Jahre fit zu machen, so Mantik.

Wenn die Westseite der Schrammborde fertig sei, werde man die Verkehrsleitung nahtlos auf die andere Seite verlegen, so Mantik. Die jetzige 30er-Zone wird also für längere Zeit zur Brückenüberfahrt gehören.

80 Tragseile werden erst im nächsten Jahr ausgetauscht

Abseits der Schrammborde gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Die Arbeiten an den Topfgleitlagern sollen zwischen März und April abgeschlossen werden. Der Austausch der 80 Tragseile startet nicht wie geplant in diesem Jahr, sondern im nächsten Jahr – dann soll es aber deutlich schneller gehen, als bisher geplant war. 

Wir haben Planung und Abläufe neu getaktet, setzen zudem auf ein neues Verfahren.

DB-Pressesprecher Peter Mantik

„Wir haben Planung und Abläufe neu getaktet, setzen zudem auf ein neues Verfahren“, erklärt Mantik. So soll der Austausch der Seile „in einem Ruck“ erfolgen und zwar nicht von der Brücke aus, sondern von der Wasserseite. Wie das konkret ablaufen soll, wollte Mantik noch nicht verraten. „Da sind wir mit der Feinabstimmung noch nicht durch.“ 

Im Oktober 2024 soll jedenfalls die Instandhaltung – wie bisher geplant – fertig sein. „Da sind wir guter Dinge“, so der DB-Pressesprecher. Die Bahn beziffert ihren Anteil an der Instandsetzung mit rund 30 Millionen Euro, bevor das Land in Eigenregie übernimmt, wenn die Schienen von der Brücke entfernt sind und es stattdessen für Zuge und Güterwaggons durch den Fehmarnsundtunnel geht.

Die Frage nach dem Baulastträger der Sundbrücke, die mit Fertigstellung des Tunnels nur noch für langsame Verkehre genutzt wird, liegt zurzeit noch beim Landesverkehrsministerium zur Prüfung, das sich noch in Absprache mit dem Bund befindet, der momentan noch Baulastträger ist. Der Kreis Ostholstein, die Stadt Fehmarn und die Gemeinde Großenbrode haben unlängst deutlich signalisiert, keinesfalls für die Trägerschaft zur Verfügung zu stehen.

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