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Der Fernverkehr in der Saison bleibt: Fehmarn hat auch im kommenden Jahr eine IC-Anbindung. Ab Ostern 2021 soll ein IC-Shuttle zwischen Burg und Hamburg verkehren.

Saison-Fernverkehr als IC-Shuttle Burg-Hamburg ab Ostern geplant

Fehmarn doch nicht abgekoppelt vom Fernverkehr

Fehmarn –mb– Von der Straße auf die Schiene – ganz im Sinne der Anstrengungen, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Für Ostholstein, insbesondere Fehmarn, sah es in letzter Zeit dahingehend eher mau aus. Die Fernverkehrsverbindung Hamburg-Kopenhagen über Fehmarn und den Belt wurde im Dezember 2019 eingestampft. Mit dem Bau der Hinterlandanbindung wird der Nordkreis (wohl ab 2022) ab Neustadt nur per Schienenersatzverkehr die Verbindung sicherstellen. Und das nach Angaben der DB voraussichtlich für sechs bis acht Jahre.

  • Bahn bekommt kein Zuschlag für Köln - Fehmarn
  • Kurz vor Sitzungsbeginn präsentiert Bahn eine Lösung
  • Mit IC-Shuttleverbindungen sogar schneller als mit einer Direktverbindung

Die nächste Hiobsbotschaft im Oktober: Die Deutsche Bahn (DB) wird die saisonale Fernverkehrsverbindung Köln-Fehmarn 2021 streichen, da der Zuschlag für das Zeitfenster an einen anderen Betreiber gegangen sei. Und das alles, nachdem in diesem Jahr bereits aus Ermangelung an Waggons die Verbindung erst Mitte Juni aufgenommen wurde. Zuletzt hieß es, die DB wolle Alternativen prüfen. Ausgang offen – zumindest bis zur Sitzung des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung am Donnerstag.

Für die Sitzung hatte die Stadt bereits im Vorwege eine Stellungnahme abgegeben und nochmals auf die mit Landrat Reinhard Sager abgestimmte Forderung verwiesen, die Deutsche Bahn möge eine Lösung für die Problemlage finden, mit der eine zeitgemäße und leistungsfähige Fernverkehrsverbindung für Ostholstein als touristische Hochburg sichergestellt werde, im Sinne eines mindestens gleichwertigen Ersatzes.

In einem Schreiben des Landrates von Ende Oktober hatte dieser sogar die Notwendigkeit aufgeworfen, die bisherige Anbindung darüber hinaus weiter zu stärken, auch, um den Entwicklungen im Inlandstourismus Rechnung zu tragen und die wegfallende Verbindung Hamburg-Kopenhagen zumindest in Teilen zu kompensieren.

Praktisch fünf Minuten vor Sitzungsbeginn teilte die DB Fernverkehr schriftlich mit, auch im kommenden Jahr wieder eine Fernverkehrsverbindung realisieren zu können. Über das Ersatzkonzept informierte DB-Sprecher Robert Ohler die Teilnehmer des Forums. Da in 2021 die Züge nicht mehr von/nach Köln fahren können, werde es „den IC als Shuttle zwischen Hamburg und Fehmarn geben“. Der Vorteil sei, so Ohler: „Von Hamburg Hauptbahnhof aus gibt es meist bessere ICE/IC-Anschlüsse zum Taktverkehr.“ Bei der bisherigen Regelung war der Halt in Harburg.

Jetzt seien die künftigen Umsteigeverbindungen Köln-Fehmarn mit den IC-Shuttlezügen etwa so schnell beziehungsweise sogar schneller als die bisherigen Direktzüge, sagte Ohler. So soll es laut DB durchgängig von der ersten Fahrt am 26. März 2021 bis zur letzten in der Saison, am 1. November, täglich zwei Fahrten nach und von Fehmarn geben.

In Burg werden die Ankünfte der IC-Züge um 8.54 und 14.40 Uhr aus Hamburg sein, die Abfahrten wiederum um 9.11 und 15:08 Uhr in die Hansestadt zurück.

Bürgermeister Jörg Weber zeigte sich über das Alternativangebot in einer ersten Reaktion verhalten optimistisch. „Es ist wichtig, diese Alternative zunächst zu prüfen.“ Werden die Ankündigung der DB gehalten, sei die Ausgangslage für Fehmarn wieder besser.

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