Bürgermeisterkandidatin Doris Klemptner steht vor einer Tür
+
Digital und analog unterwegs: Doris Klemptner will am 7. März Bürgermeisterin der Stadt Fehmarn werden.

Doris Klemptner will Bürgermeisterin werden

Bürgermeisterwahl Fehmarn: Doris Klemptner im Digitalen und auf dem Markt unterwegs

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
    schließen

Die parteilose Doris Klemptner will am 7. März ins Rathaus von Fehmarn einziehen. Im Wahlkampf ist sie digital und analog unterwegs.

  • Bürgerbeteiligung auf Fehmarn in den Fokus rücken.
  • Infrastruktur der Insel muss den Notwendigkeiten angepasst werden.
  • Gorch-Fock-Straße: „2024 könnte die Bebauung fertig sein.“

Fehmarn – Die Pandemie schränkt ein – in fast allen Lebenslagen. So sind auch die Kampagnen der fünf Bürgermeisterkandidaten davon betroffen. Der digitale Weg soll kompensieren, wo immer es geht. Doris Klemptner, die parteilose Bürgermeisterkandidatin für den Posten der Verwaltungschefin der Stadt Fehmarn, hat die Video- und Kommunikationsplattform „Zoom“ für sich gekapert. Ihr zweites digitales Meeting fand am Montagabend statt. Thema: Vorstellung ihres Wahlprogrammes mit Verweisen auf zehn weitere Zusammenkünfte am Bildschirm. Rund 70 Personen nahmen teil. „‚Zoom‘ kennen nicht alle und können nicht alle“, ist sie mit dem Feedback zufrieden.

Der Bürger ist häufig nicht richtig informiert.

Bürgermeisterkandidatin Doris Klemptner

Ein zentrales Thema ihres Wahlkampfes ist die Bürgerbeteiligung. „Der Bürger ist häufig nicht richtig informiert“, so ihr Eindruck. Zudem solle nicht hinter verschlossenen Türen entschieden werden, wie Klemptner im „Zoom“-Meeting betont. Außerdem strebt sie an, auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu informieren. Nur das Notwendigste, „das haben die Fehmaraner in den letzten sechs Jahren gehabt“. Sie wolle „freiwillig und proaktiv“ informieren. So schwebt ihr eine Rathaus-App mit wichtigen Infos und Schritt für Schritt wachsenden Funktionen wie Onlineterminbuchung oder Parktickets vor. Die Bewerberin ums Bürgermeisteramt setzt auch auf die Klassiker: Eine Bürgersprechstunde und jährlich eine Bürgerversammlung werde es mit ihr geben. Letztere liege sechseinhalb Jahre zurück, gibt Klemptner zu bedenken.

Verwaltung der Stadt Fehmarn für digitale Herausforderungen fit machen

Eng damit im Zusammenhang steht für sie die Dienstleistung am Bürger. „Veränderungen in der Verwaltung sind unumgänglich“, wenngleich sie großes Vertrauen in die Verwaltungsmitarbeiter habe. „Keiner muss um seinen Job fürchten.“ Vielmehr sei es ihr Ziel, ein duales Studium anzubieten und Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern, um so die Verwaltung unter anderem für digitale Herausforderungen fit zu machen.

Ampellösung Amalienhofer Brücke wäre eine Katastrophe

Infrastruktur und Wohnraumschaffung stehen ebenfalls ganz oben auf ihrer Agenda. „Die Infrastruktur ist auf Fehmarn in den letzten zehn bis 15 Jahren nicht mitgewachsen.“ Deshalb werde sie die Umgehungsstraße vorantreiben, ebenso eine Landkirchen-Umgehung für Radfahrer auf den Weg bringen. Wichtig sei ihr auch ein Konzept für weitere Gewerbeansiedlung und die Verhinderung einer Ampellösung während des Neubaus der Amalienhofer Brücke. „Das wäre eine Katastrophe und würde zu Staus von allen Seiten führen.“

Bezahlbarer Wohnraum – das ist Chefsache

„Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist Chefsache“, hebt die in Burg lebende Bürgermeisterkandidatin hervor und hat vor allem das städtische 4,2-Hektar-Grundstück an der Gorch-Fock-Straße im Blick. „2024 könnte die Bebauung fertig sein.“ Planung und Umsetzung würden Zeit kosten – leider gehe es nicht schneller.

Auch wenn Doris Klemptner auf die neuen, digitalen Kommunikationswege vertraut, der etablierte Haustürwahlkampf gehört auch zu ihrem Arsenal. „Von Ort zu Ort“, wie sie sagt und vorher durch Multiplikatoren angekündigt. „Damit die Bürger auch wissen, wann ich bei ihnen unterwegs bin.“ Und es geht noch klassischer: Jeden Mittwoch steht sie auf dem Marktplatz mit einem Stand für Fragen und Gespräche zur Verfügung. „Zoom“ braucht sie dann nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.