Kameraden bestanden mit gutem Erfolg Leistungsbewertung „Roter Hahn“

Dritter Stern für Meeschendorf

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Es ist geschafft. Die Meeschendorfer Wehr hat die dritte Stufe vom „Roten Hahn“ erreicht. Wehrführer Björn Wilder (r.) und sein Stellvertreter Jan Hegerfeld fügten auf dem Schild den dritten Stern hinzu.

Fehmarn –ga/nic– Sie haben es geschafft. Der dritte Stern als sichtbares Zeichen der erfolgreich absolvierten dritten Stufe der Leistungsbewertung „Roter Hahn“ wurde dem Schild am Feuerwehrhaus am Sonnabend nach der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe des Ergebnisses hinzugefügt.

Mit der Gesamtnote Gut haben die Meeschendorfer Kameraden die Bewertung ihrer Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit bestanden. Was nicht nur an den Burger Kameraden gelegen haben dürfte, die den Meeschendorfern im Rahmen ihrer Manöverkritik im Anschluss an ihre Abschlussübung am Sonnabend die besten Wünsche von Burg nach Meeschendorf ent- sandt und den Meeschendorfern die Daumen gedrückt hatten. Die Buschtrommeln waren bis Burg zu hören. Als sich Burgs Wehrführer Dirk Westphal erkundigt hatte, wie denn der Stand der Dinge sei, hatten die Meeschendorfer im Rahmen ihrer mehrstündigen Prüfung auf Herz und Nieren die Hälfte der erforderlichen Punktzahl erreicht.

Fit in Theorie und Praxis

Den Rest auch noch zu schaffen – kein Problem für die Meeschendorfer. Die Kameraden bewiesen der fünfköpfigen Bewertungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein unter der Leitung von Kai Fischer, dass sie nicht nur über ein gutes theoretisches Wissen verfügen, sondern es auch in die Praxis umsetzen können.

Schwerpunkt der Leistungsüberprüfung waren die praktischen Teile. So galt es am Küstenabschnitt Staberhuk in Höhe der Bundeswehrliegenschaft eine eingeklemmte und verletzte Person aus ihrer misslichen Lage zu befreien und sie, zwecks medizinischer Versorgung, abzutransportieren. Dann die abschließende Einsatzübung. Bis zur letzten Minute blieb der Ort geheim. Die Bewertungskommission traf die Entscheidung und wählte eine Hofstelle in Vitzdorf aus. Dort gab es folgendes Szenario: In einer Scheune war ein Brand ausgebrochen, eine Person wurde vermisst. Sie wurde gefunden, der Brand gelöscht – die Bewertungskommission war zufrieden, mit dem was sie sah.

„Ihr habt ja noch die Bewertungsstufen 4 und 5 vor euch.“ Mit diesem Hinweis an die Kameraden signalisierte die Kommission nach Übungsende um genau 17.09 Uhr, dass mit einem positiven Ergebnis zu rechnen sei. So konnte der erste Druck bei den teilnehmenden Kameraden bereits weichen. 

Kurz nach 18 Uhr erfolgte vorm Feuerwehrgerätehaus in Meeschendorf die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses. Kreisbrandmeister Thorsten Plath, der gemeinsam mit Fehmarns Gemeindewehrführer Volker Delfskamp und seinem Vertreter Heino Lafrenz, der zuvor noch bei der Abschlussübung der Burger Wehr gewesen war, zu den Beobachtern der Leistungsüberprüfung zählten, überreichte an Meeschendorfs Wehrführer entsprechende Urkunde und den dritten Stern. Der wurde sogleich von Björn Wilder und seinem Vertreter Jan Hegerfeld auf dem bereits vorhandenen Roten-Hahn-Schild am Feuerwehrgerätehaus hinzugefügt.

Lobende Worte und Gratulationen folgten vom Kreisbrandmeister und dem Gemeindewehrführer. Auch der stellvertretende Bürgervorsteher, Werner Ehlers, der von der ersten bis zur letzten Minuten der Leistungsbewertung als Beobachter vor Ort war, würdigte die Leistung der Meeschendorfer Wehr.

2003 wurde die Leistungsbewertung „Roter Hahn“ mit ihren fünf Stufen und der zusätzlichen Sonderstufe vom Feuerwehrlandesverband Schleswig-Holstein eingeführt. Die Teilnahme bedeutet für die Wehren die Aktualisierung des Ausbildungsstandes, die Förderung des Zusammenhalts in der Kameradschaft, die Bestätigung der Einsatzfähigkeit und gleichzeitig dient es dem Ausdruck der Sicherheit in der Bevölkerung und der Anerkennung bei der Verwaltung und bei der Politik.

Wie Thorsten Plath informierte, sind seit 2003 198 Leistungsbemessungen im Rahmen des „Roten Hahns“ auf Kreisebene durchgeführt worden. In fünf Fällen konnte die Stufe 5 vergeben werden, unter anderem an die Bisdorf-Hinrichsdorfer Wehr, zwei Mal wurde die Sonderstufe verliehen. 

Nach Abschluss der Prüfung fand ein gemeinsames Grillen im Dörfergemeinschaftshaus statt.


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