Faulturm im Klärwerk wurde betaucht / Arbeiten werden heute abgeschlossen

„Ein Job, den keiner machen will“

+
Firmenchef Siegfried Richter steigt für den ersten Kontrolltauchgang in den Faulturm. Bei einer Tauchtiefe von zwölf Metern kann der Taucher bis zu 165 Minuten tauchen

FEHMARN -lb- Von einer Spezialfirma wurde seit Montag der Faulturm im Klärwerk Burgstaaken betaucht. Die Arbeiten der Tauchbetrieb GmbH aus Schenefeld werden heute abgeschlossen.

Turnusmäßig sei ein Faulturm alle zehn Jahre zu überprüfen. „Ein Job, den keiner machen will“, erklärte der Technische Leiter der Stadtwerke, Sascha Deisinger, am Rande des ersten Kontrolltauchganges am Montagnachmittag gebenüber dem FT. Würde der Faulturm nicht alle zehn Jahre überprüft werden, könne es zu Verfestigungen kommen oder die Technik zuwachsen.

Firmenchef Siegfried Richter höchstpersönlich übernahm den ersten Tauchgang im rund 700 Kubikmeter fassenden Faulturm bei rund 35 Grad. Bei einer Tauchtiefe von zwölf Metern könne ein Taucher bis zu 165 Minuten im Klärschlamm tauchen. Es ist stockdunkel. Per Telefon ist der Taucher mit den weiteren vier Mitarbeitern verbunden. Hier ist absolutes Vertrauen gefragt, denn die Kollegen oben sind für die Sicherheit des Tauchers zuständig.

„Der Taucher muss absolut fit sein und einmal im Jahr zum ‚Taucherarzt‘“, erläuterte Richter vor dem Tauchgang. Auch stünden regelmäßig Impfungen an. Eine Mitarbeiterin der Stadtwerke Preetz und ein Mitarbeiter der Stadtwerke Plön reisten für einen Erfahrungsaustausch nach Fehmarn, da in den beiden Städten auch bald die Betauchung der Faultürme ansteht.

Per Kran wird das Tauchgerät auf den Faulturm im Klärwerk Burgstaaken gehoben.

Das Tauchgerät wurde per Kran auf den Faulturm gehoben. Für die Taucharbeiten hatten die Stadtwerke zunächst zwei Tage angesetzt, aber doch drei Tage gebraucht. „Es wurden keine gravierenden Verfestigungen festgestellt. Die Einbauten sind alle in Ordnung und unser Becken ist auch wieder sauber“, bilanzierte Deisinger gestern Mittag. Dafür hätte sich die Verlängerung um einen Tag gelohnt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.