Fehmarn Wahlplakate Landtagswahl Schleswig-Holstein
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Am Sonntag wird im nördlichsten Bundesland ein neuer Landtag gewählt. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Erneut haben viele Menschen von der Briefwahl Gebrauch gemacht.

Ein neuer Landtag wird gewählt

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Am Sonntag wählt Schleswig-Holstein den 20. Landtag.

  • 2,317 Millionen Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein.
  • 11012 Wahlberechtigte auf Fehmarn.
  • Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr.

Fehmarn – Rund 2,317 Millionen Wahlberechtigte dürfen ihre Stimme am Sonntag abgeben, wenn Schleswig-Holstein einen neuen Landtag wählt. Schon lange läuft für die Parteien der Wahlkampf, der in dieser Woche in die entscheidende Phase ging. Ob der öffentliche Nahverkehr, die Belastungen durch immer stärker ansteigende Preise oder das Dauerthema bezahlbarer Wohnraum: Die Themen, zu denen Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sowie die Herausforderer Thomas Losse-Müller (SPD) und Monika Heinold (Grüne) Stellung genommen haben, sind äußerst breit gefächert. 

CDU liegt deutlich vor der SPD

In den Umfragewerten liegt die CDU mit 36 Prozent deutlich vor der SPD mit 20 Prozent. Bei einer Direktwahl würden sich gar 49 Prozent für Ministerpräsident Daniel Günther entscheiden, berichtete die Deutsche Presseagentur in dieser Woche. 

Keine Umfragewerte gibt es derweil für die Bewerber in den 35 Wahlkreisen, die mit der Erststimme gewählt werden. Mit Peer Knöfler (CDU), der vor fünf Jahren das Direktmandat im Wahlkreis Ostholstein-Nord gewann, Niclas Dürbrook (SPD), Tobias Maack (FDP), Falko Siering (Grüne), Volker Schnurrbusch (AfD), Susanne Spethmann (Linke) und Hartmut Specht (parteilos) haben sich sieben Kandidaten im Norden des Kreisgebiets um das direkte Ticket nach Kiel beworben.

Jan Stender ist für die Organisation der Wahl auf Fehmarn zuständig

Auf Fehmarn sind 11012 Personen wahlberechtigt, 228 mehr als bei der letzten Landtagswahl. Nach Angaben von Jan Stender, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, haben bis gestern Mittag 2651 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt, fast jeder vierte Wahlberechtigte. Bei der letzten Landtagswahl hatten lediglich 12,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Der Trend zur Briefwahl sei ungebrochen, hat Jan Stender festgestellt.

Meinungsforscher auf Fehmarn

Insgesamt sind auf Fehmarn unverändert zwölf Wahllokale eingerichtet. Einen Briefwahlvorstand, wie es ihn zuletzt bei der Bundestagswahl gab, wird es nicht geben, die durch Briefwahl eingereichten Stimmzettel werden auf die einzelnen Wahllokale aufgeteilt und vor Ort mitgezählt.

Angesagt haben sich auf Fehmarn auch die großen Meinungsforschungsinstitute. Für die ARD (infratest dimap) werden laut Stender Befragungen an den Wahllokalen Feuerwehrhaus, Grundschule Burg und Grundschule Landkirchen-Nord durchgeführt, für das ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) am Wahllokal Montessorischule. Um bei der Besetzung der Wahlvorstände auf der sicheren Seite zu sein, hat Stender nach einigen coronabedingten Absagen den Pool der Wahlhelfer noch einmal etwas aufstocken können. 

35 Wahlkreise im Land

Die seit 2015 gültige Einteilung des Landes in 35 Wahlkreise gilt übrigens auch für die diesjährige Landtagswahl. In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter mit der Erststimme direkt gewählt. Der Landtag besteht ohne mögliche Überhang- und Ausgleichsmandate aus 69 Abgeordneten. Die Sitze werden nach dem Sainte-Laguë-Verfahren proportional auf die Parteien verteilt. Maßgeblich für diese Verteilung sind die Zweitstimmen. Es gilt dabei die Fünf-Prozent-Hürde, von der lediglich der SSW als Partei der dänischen Minderheit ausgenommen ist. 

Insgesamt 16 Parteien bewerben sich mit Landeslisten – 2017 waren es 13 Parteien. CDU, SPD, Grüne, FDP, AfD und Linke treten in allen 35 Wahlkreisen mit Direktkandidaten an, der SSW nur im nördlichen Landesteil sowie im für Helgoland zuständigen Wahlkreis Pinneberg-Nord. Insgesamt bewerben sich zur Landtagswahl 449 Bewerberinnen und Bewerber – 36 Prozent davon sind weiblich. Der älteste Kandidat ist laut Landeswahlleiter aus dem Jahrgang 1936, die jüngste Bewerberin ist 18 Jahre alt.

Die Wahllokale schließen am Sonntag wie immer um 18 Uhr, alle Ergebnisse wird es im Internet auf der Seite landtagswahl-sh.de geben. Allein im Wahlkreis Ostholstein-Nord gibt es 104 Stimmbezirke, landesweit sind es 2911. Das FT wird am Sonntag auf fehmarn24.de wieder mit einem Liveticker präsent sein.  

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