Die erste Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Landkirchen unter ihrem neuen Dach

"Eine stärkere Einheit geworden"

Stellvertretender Wehrführer Arno Langbehn (r.) gratulierte Wehrführer Torsten Steffen (l.) für 10-jährige und Karl-Heinz Steinke für 30-jährige Mitgliedschaft.

LANDKIRCHEN (pl) • Zum ersten Mal hielt am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr Landkirchen ihre Jahreshauptversammlung in ihrem neuen Feuerwehrhaus ab. Der Jahresrückblick von Wehrführer Torsten Steffen drehte sich hauptsächlich um die langersehnte Fertigstellung des Gebäudes.

„Das Jahr 2007, ein Traum sollte entstehen. Und wir Ihr hier alle sehen könnt, ist er auch zum großen Teil entstanden“, sagte Steffen, im Hintergrund eine noch nicht ganz verputzte Wand. Hier und da muss noch Hand angelegt werden ans neue Feuerwehrhaus, Kleinigkeiten. Aber der Bau steht und kann benutzt werden, dass ist die Hauptsache für die Kameraden. Und der Weg dahin war steinig. „Immer wieder mussten der Bauplan geändert oder neue Vorschriften eingehalten werden. Mein Dank gilt dem Bauausschuss, der das alles geregelt hat“, so der Wehrführer, der die Eigenleistung der Kameraden beim Bau würdigte: „Das hätte keine Baufirma schneller machen können. Ein schönes Bild wird mir immer im Kopf bleiben, wie die drei Kameraden aus der Ehrenabteilung, Bulle, Walter und Karl, nebeneinander auf dem Gerüst standen und die Verblendung mauerten. Ich denke, aus dieser Sache sind wir als eine stärkere Einheit gegangen, als wir es ohnehin schon waren.“

Natürlich war die Wehr im letzten Jahr aber nicht nur mit dem Bau ihres neuen Feuerwehrhauses beschäftigt. 26-mal mussten die Kameraden ausrücken. Steffen erinnerte unter anderem an den Gammendorfer Scheunenbrand im Januar 2007 und natürlich an die Regenflut im August. Hier war die Wehr auf dem Wulfener Campingplatz, in Neue Tiefe, in Vitzdorf und in Sahrensdorf im Einsatz – und zwar auch an genau dem Tag, an dem in Landkirchen ein Richtfest gefeiert wurde – das des neuen Feuerwehrhauses. So war nur die Hälfte der Gäste beim Fest anwesend, und man beschloss, das Essen kurzerhand zu den Einsatzkräften nach Staberdorf zu bringen.

Einen festen Platz hat inzwischen auch der Sport bei den Landkirchener Kameraden eingenommen. Jeden Dienstag spielen sie mit Fehmarns Polizisten Fußball in der Burger Zweifeldhalle.

Neu entstanden in 2007 ist ein Internetauftritt der Wehr (www.ff-landkirchen.de). Steffens Dank galt Webmaster Daniel Langbehn.

Der Wehrführer bedankte sich auch bei der Politik, die neben dem Feuerwehrhaus auch die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges im nächsten Jahr ermöglicht habe (im Haushalt für 2009 sind 280 000 Euro für ein LF 20/16 eingestellt).

Schmiedt: „Eine sehr vitale Wehr“

Ehrengast Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt ließ es sich in diesem Zusammenhang nicht nehmen, auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl anzuspielen: „Ich würde mich freuen, wenn ich das Auto im nächsten Jahr an die Wehr übergeben könnte.“ Er unterstrich außerdem, dass es sich bei der Landkirchener um „eine sehr vitale Wehr“ handele mit einem jungen Altersdurchscnitt. Wichtig sei auch „die zentrale Lage direkt an der Europastraße“, so Schmiedt.

Die Feuerwehr Landkirchen zählt aktuell 31 aktive und 234 passive Mitglieder.

Ein sehr wichtiger Moment stand am Sonnabend für Rene Dekarski, Mark Hilger, Mirco Hermann und Sebastian Werk an: Sie wurden zu Feuerwehrmännern befördert. Zu Oberfeuerwehrmännern hochgestuft wurden Mirco Beckedorf, Dennis Delfskamp, Christian Donath, Hannes Maaß und Sascha Scherf.

Und dann musste Wehrführer Torsten Steffen aufhören zu reden, denn nun ging es um ihn selbst. Der stellvertretende Wehrführer Arno Langbehn ehrte ihn für zehnjährige Mitgliedschaft. „Du warst schon immer ein Aktivposten bei uns. Du führst die Wehr auf deine eigene Weise und kannst gut mit Jung und Alt“, so Langbehn. Geehrt wurden dann auch noch Karl-Heinz Steinke und – in Abwesenheit – Georg Kirchner für 30-jährige Treue zur Wehr.

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