Kleiner Festakt / ASB-Rettungswache im Inselwesten nimmt am 1. Februar die Arbeit auf

Endlich dienstbereit

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Glücklich, dass die Rettungswache am Start ist: Ex-ASB-Geschäftsführer Udo Glauflügel (v.l.), Landrat Reinhard Sager, ASB-Landesvorstandsvorsitzender Thomas Elvers, Architekt Sönke Utke und der ASB-Vorsitzende des Regionalverbandes Ostholstein, Jörg Bochnik, mit Geschäftsführerin Elke Sönnichsen.

Fehmarn – Von Manuel Büchner – Es ist geschafft. Gestern wurde die neue Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Petersdorf im Rahmen eines kleinen Festaktes seiner Bestimmung übergeben.

Wenn die Wache mit ihrer zweiköpfigen Besatzung samt Rettungswagen am 1. Februar ihren Dienst aufnimmt, geht eine viele Jahre andauernde Suche nach einem geeigneten Standort im Inselwesten endlich zu Ende. Entsprechende Erleichterung war in den zahlreichen Grußworten zu vernehmen. Verbunden mit den Danksagungen fiel ein Name immer wieder: Udo Glauflügel, mittlerweile seit fast zwei Jahren im „Unruhestand“ und zuvor fast zehn Jahre Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Ostholstein.

Einem kurzen geschichtlichen Abriss widmete sich deshalb auch Glauflügels Nachfolgerin, Elke Sönnichsen. Alles habe 2003 mit einem Gutachten begonnen, das zu dem Schluss gekommen sei, dass die gesetz- lichen Hilfsfristen nicht eingehalten werden können, so die Geschäftsführerin des ASB-Regionalverbandes Ostholstein. Eine Rettungswache im Inselwesten musste her. Leichter gesagt als getan. Dringender wurde die Suche mit dem Wegfall des damaligen Inselkrankenhauses 2008. „Seitdem haben die Kollegen in Burg auf sehr engem Raum mit einem zweiten Notarztwagen ihren Dienst abgeleistet, um das erhöhte Fahraufkommen aufs Festland abzu- decken.“

Landkirchen und Lemkendorf klappten nicht, führte Sönnichsen weiter aus, erst die alte Sparkasse in Petersdorf sollte für den ASB eine neue Heimat werden. Dank richtete sie unter anderem an ihren Vorgänger: „Udo, du hast hervorragende Vorarbeit geleistet.“ Auch Landrat Reinhard Sager dankte dem ASB-Urgestein aus Großenbrode für die umfänglichen Vorarbeiten und stellte fest: „Das ist ein sehr guter Tag für den Inselwesten.“ Möge der Rettungswagen nur selten im Einsatz sein, sagte der Landrat, der die Wache mit einer Versicherung verglich. „Man muss sie abschließen und hofft inständig, dass man sie nie braucht.“ Dennoch: Die Menschen hätten einen Anspruch darauf, dass sie „in zumutbarer Zeit kompetente Hilfe bekommen. Dafür steht hier die Rettungs- wache in der Verantwortung des ASB.“

Die bezeichnete der stellvertretende Bürgermeister Heinz Jürgen Fendt als „Meilenstein zur Sicherung der Notfallversorgung der Stadt Fehmarn“. Immerhin fast 17 Jahre habe „die Fertigstellung gedauert – eigentlich zu lange für eine derart wichtige Arbeit“. Fendt dankte insbesondere Udo Glauflügel, der beharrlich geblieben sei und nicht aufgegeben habe. Ein engmaschiges Versorgungsnetz des Rettungsdienstes sei ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. „Das trägt zur Lebens- und Wohnqualität Fehmarns bei“, so Fendt.

Der ASB-Landesvorstandsvorsitzende Thomas Elvers beendete den Reigen der Ansprachen. Mittlerweile habe der Landesverband rund 94500 Mitglieder. „Als wir damals die Anfrage erhalten haben, ob wir die Finanzmittel für eine Rettungswache zur Verfügung stellen können, haben wir im Landesverband mit großer Freude zugesagt.“ Schließlich sei es eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung. „Dafür sind uns unsere Beitragsmittel anvertraut und dafür wollen wir sie auch ausgeben“, stellte Elvers klar und lobte natürlich auch Glauflügel – als „Trüffelschwein“, der das Projekt unermüdlich vorangetrieben habe.

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