Noch drei Wochen: Fehmarn auf einem guten Weg / Keine offiziellen Zahlen

Endspurt beim Glasfaserausbau

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Macht Druck: Die Initiative „#3von5" wirbt unermüdlich für den Glasfaserausbau. Beispielsweise an der Kreuzung Ehlers Kamp/Industriestraße in Burg.

Fehmarn – mb – Drei Wochen noch, dann wird sich zeigen, ob das kommunale Glasfasernetz auch auf Fehmarn und in den anderen Gemeinden Ostholsteins, die noch Wackelkandidaten sind, gebaut wird. Nachdem die eigentliche Deadline (30. Juni) für die Vorvermarktung bereits auf den 18. August (Sonntag) verschoben wurde, tun sich immer noch einige Gemeinden im Nordkreis wie Neukirchen, Gremersdorf, Dahme und Lensahn schwer mit der 60-Prozent-Marke.

Ebenfalls auf der Kippe steht es in Großenbrode und auf Fehmarn. Allerdings sei in beiden Gemeinden Land in Sicht, teilte gestern der stellvertretende Bürgermeister Heinz Jürgen Fendt (SPD) mit, der sich am Vormittag zu gemeinsamen Absprachen mit weiteren Vertretern der Wackelkommunen in Oldenburg traf. Gerade der Nordkreis habe mit widrigen Bedingungen zu kämpfen. „Wir sind ein Urlaubsgebiet mit vielen Zweitwohnungsbesitzern. Die zu überzeugen, ist nicht immer einfach.“

Ein Knackpunkt, den auch Torsten Hindenburg, Leiter der Breitbandsparte beim ZVO, als relevant erachtet. „Das spielt eine große Rolle für die Quote.“ Fehmarn sieht er derweil weiterhin auf einem guten Weg und lobt erneut die Initiative „#3von5“. Deren Engagement, quer durch politische Lager und Gesellschaftsschichten, sei in dieser Form einmalig. „Initiativen hat es auch in anderen Gemeinden gegeben, allerdings nicht so übergreifend“, beschreibt er Fehmarn als Idealfall. Gemeinden ohne Initiativen merken dies „an allen Ecken und Enden“, so Hindenburg.

Offizielle Zahlen zur Quote gibt es weiterhin nicht – eine Auflage in den Förderrichtlinien des Landes. Fendt gibt sich aber weiterhin kämpferisch. „Wir müssen einfach die letzten Zweifler überzeugen.“ Ein wenig mehr Unterstützung hätte sich Fendt aber aus Kiel gewünscht. „Das Land sagt, wir wollen überall Glasfaser ausbauen – am Ende des Tages müssen das dann die Kommunen vor Ort umsetzen.“

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