Das Gewerbegebiet Burg-West
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Die Planungen für einen neuen dm-Markt sowie Markterweiterungen von Edeka und Aldi am Ortsrand von Burg werden wieder Thema im Bau- und Umweltausschuss.

Neuansiedlung wieder in der politischen Diskussion

Erhält dm auf Fehmarn eine zweite Chance?

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Der Drogeriemarkt dm im Gewerbegebiet Burg-West steht am Montag (14. Juni) im Bau- und Umweltausschuss wieder in der politischen Diskussion.

  • Einwohnerantrag geht durch.

Fehmarn – Neuer Anlauf für einen Drogeriemarkt dm im Gewerbegebiet Burg-West. Mithilfe eines Einwohnerantrags ist es einer Initiative von Bürgern gelungen, das Thema wieder in die am Montag (14. Juni) in der Mensa der Inselschule ab 18 Uhr stattfindende Beratung des Bau- und Umweltausschusses zu bringen, nachdem sich der Ausschuss vor rund einem halben Jahr knapp mit 6:5 gegen eine Weiterplanung des umstrittenen Projekts ausgesprochen hatte.

Im November 2017 noch zugestimmt

Das Besondere: Der Aufstellung einer B-Plan-Änderung hatte der Fachausschuss im November 2017 noch zugestimmt. Nach der Kommunalwahl 2018 änderten sich die Mehrheitsverhältnisse und unterm Strich auch die Haltung des Ausschusses zu einer Neuansiedlung eines dm-Marktes. Doch der Drogeriemarkt ist nur Teil eines Gesamtprojekts am westlichen Ortsrand von Burg. So gehört zur Konzeption eine Verkaufsflächenerweiterung des Edeka-Marktes um 900 auf 2800 m² sowie die Vergrößerung des Aldi-Discounters um 220 auf 1270 m². Unter Hinzurechnung der 600 m² für den Drogeriemarkt würde sich die Gesamtverkaufsfläche um 1720 auf 4670 m² vergrößern.  

Warum sollte der Ausschuss nun einen Meinungsschwenk hinlegen und in einem zweiten Anlauf die Bauleitplanung mit der Beschlussfassung über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wieder aufnehmen?

Große Zahl von Befürwortern in der Bevölkerung

Weil einerseits ein Aspekt, der vor einem halben Jahr zur Ablehnung geführt hat – eine mögliche Schwächung des Inselwestens –, wegfällt, da es in Petersdorf Bestrebungen gibt, die dortigen Edeka- und Aldi-Märkte ebenfalls zu erweitern. Andererseits aber auch die große Zahl der Befürworter in der Bevölkerung, die sich für die Neuansiedlung eines dm-Marktes im Gewerbegebiet Burg-West aussprechen. 2703 Unterschriften beim Einwohnerantrag haben Gewicht. Was bleibt, ist die Befürchtung in Teilen der Geschäftswelt, dass ein dm-Markt am Ortsrand auf die Entwicklung in der Burger Altstadt negativen Einfluss haben würde.

Rückblick: Vor einem halben Jahr befürworteten das Gesamtprojekt CDU (3) und FWV (2), Ablehnung kam von SPD (4), Grünen (1) und WUW (1). Mittlerweile gibt es mit F³, gebildet von den ehemaligen WUW-Stadtvertretern Gunnar Mehnert und Kai Schumacher, eine neue Fraktion. Und die hat bereits öffentlich durchblicken lassen, dass sich Standpunkte auch mal ändern könnten (wir berichteten). Und: Gunnar Mehnert ist nicht mehr für die WUW im Ausschuss vertreten, sondern für F³.

Vor zwei Tagen hatten wir bereits angekündigt, dass sich der Bau- und Umweltausschuss nach sechs Jahren Ruhe auch wieder mit dem Thema temporäres Gewerbegebiet bei Marienleuchte zu befassen hat.

Wo geht‘s lang zum Reisemobilstellplatz?

Beratungsintensiv könnte auch das Projekt Reisemobilplatz Gollendorfer Wiek werden. Der Errichtung von 100 Reisemobilstellplätzen steht der Ausschuss positiv gegenüber, es fehlt aber noch eine Entscheidung über die Zuwegung. Mehrere Varianten stehen zur Auswahl.

Das Thema Wohnraum darf auch in diesem Ausschuss nicht fehlen. So hat die F³-Fraktion den Antrag eingebracht, dass die Verwaltung aus dem im März verabschiedeten Wohnungsmarktkonzept drei konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, an denen die Wohnraumentwicklung ausgerichtet wird. Dabei geht es um eine Festlegung, wie viele Wohnungen kurz- und mittelfristig errichtet werden sollten, eine laufende Überprüfung der Marktentwicklung sowie die Erarbeitung einer Regelung, dass bei neu geschaffenem Wohnraum eine Umwandlung zu Ferienwohnungen dauerhaft ausgeschlossen wird

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