Gesundheitsministerium stellt Fortbestand nicht infrage / Ameos bekennt sich als neuer Betreiber zum Standort auf Fehmarn

Erhalt der Inselklinik gesichert

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Die Inselklinik bleibt erhalten.

FEHMARN -mb- Für viel Unruhe hatte das Ergebnis eines Gutachtens des IGES-Institutes gesorgt, in dem von einer verzichtbaren stationären Versorgung auf Fehmarn gesprochen wurde. Der Inselklinik drohte das Aus. Nun gibt das Gesundheitsministerium in Kiel als zuständige Planungsbehörde Entwarnung. Das Ergebnis teilte Staatssekretär Dr. Matthias Badenhop Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und Günther Schröder, Fachbereichsleiter der Allgemeinen Verwaltung, heute in einem Gespräch auf Fehmarn mit.

Vertreter des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein trafen sich heute mit Bürgermeister Weber, um sich über den Fortbestand der Inselklinik Fehmarn auszutauschen. Dabei wurde deutlich, dass das Land keine Schließung vorantreiben wolle. Es gebe hierfür auch keinen Anlass.

Das vorliegende Gutachten zur Krankenhausversorgung in Ostholstein, das im September auf der Gesundheitskonferenz in Eutin vorgestellt wurde und für große Unruhe auf Fehmarn gesorgt hatte, sollte lediglich mittelfristige Bedarfe im Kreis aufzeigen, teilte der Staatsminister mit.

Dass das Land sich zunächst zum Krankenhaustandort auf Fehmarn bekennt, wird auch durch den Sicherstellungszuschlag für den Fortbestand der Klinik für das laufende Jahr deutlich. Zudem bekenne sich auch die Ameos-Gruppe, als Nachfolger von Sana, zum Erhalt des Klinikstandortes.

Eine schriftliche Stellungnahme zum Gesprächsergebnis durch das Ministerium gegenüber der Stadt steht zwar noch aus, Bürgermeister Weber sei es jedoch nach eigener Aussage wichtig gewesen, die Bevölkerung über das Ergebnis möglichst schnell zu informieren.

Fehmarns 1. stellvertretender Bürgermeister und SPD-Fraktionschef, Heinz Jürgen Fendt, zeigte sich vom Gesprächsergebnis positiv überrascht. „Dass das Land nach der Gesundheitskonferenz diese Aussage trifft, habe ich nicht erwartet.“ Fendt betonte die gute interfraktionelle Zusammenarbeit. „Wir haben zusammen Politik für die Insel gemacht.“ Der Fraktionsvorsitzende sieht die Aussage aus Kiel zwar als Erfolg, hätte sich aber über eine langfristige Zusage noch mehr gefreut. „Wir werden für den Standort in Zukunft sicherlich weiter kämpfen müssen.“

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