FDP-Fraktionschef Christopher Vogt und Stadt suchten gestern das Gespräch

Erst ärgerlich, dann produktiv

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Tauschten sich am Mittwoch im Rathaus aus: Andreas Hansen (v.l.), Heinz Jürgen Fendt, Christopher Vogt, Peter Meyer, Julian Peters, Jürgen Zuch und Jörg Weber.

FEHMARN - mb - Eine anderthalbstündige Tour de Force durch zahlreiche Themen wie unter anderem die Taktung des zukünftigen Schienenersatzverkehrs, die langfristige Anbindung des Fährhafens in Puttgarden und der Erhalt kleiner Schulstandorte fand am Mittwoch im Rathaus in Burg statt. Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber und seine Stellvertreter Heinz Jürgen Fendt (SPD) und Andreas Hansen (FWV) sowie Peter Meyer, FDP-Chef auf Fehmarn, und Regionalmanager Jürgen Zuch hatten den schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionsvorsitzenden Christopher Vogt zu Gast.

„Ein ärgerlicher Anlass und am Ende eine sehr positive und produktive Zusammenkunft“, so fasste es Vogt im Sinne aller Teilnehmer zusammen. Ursprünglich war das Gespräch über „Themen, die uns auf der Seele liegen“, wie es Weber formulierte, als Aussprache angedacht. So hatten Zuch und Weber auf dem Parlamentarischen Abend im November nach eigener Aussage gehört, wie Vogt gesagt hat: „Wer fährt denn schon mit dem Zug von Neustadt nach Fehmarn?“

Vogt könne sich das nicht erklären und erinnere sich auch nicht daran, es gesagt zu haben. „Das ist absolut nicht meine Position.“ Auch Weber und die restlichen Anwesenden stellten das Thema zurück. „Sie müssen wissen, dass wir diesbezüglich sensibel reagieren“, so Weber.

Neben der Hoffnung einer zukünftig guten Zusammenarbeit zwischen Fehmarn und dem Wirtschaftsministerium, sprach Zuch die Fehmarnsund-Kommunalkonferenz an, die auf Wunsch des Wirtschaftsministers Bernd Buchholz dem Dialogforum angegliedert werden soll. „Das halten wir gerade hinsichtlich der Beteiligung der Bürger für eine schlechte Idee“, so der Regionalmanager. Vogt versprach, das Thema anzusprechen. Insgesamt sei das Planungsrecht reformbedürftig. „Die Einbindung Direktbetroffener muss viel besser werden.“

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