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Erst brennen nur Mülltonnen: Feuer zerstört Jugendhilfehaus in Lensahn

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Von: Arne Jappe

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Großfeuer Jugendhilfehaus Ostholstein
Am Donnerstag (13. Januar) brach in Lensahn im Jugendhilfehaus Ostholstein ein Feuer aus und zerstörte das Gebäude. © Arne Jappe (arj)

Zunächst wird die Feuerwehr zu einem Mülltonnenbrand in die Eutiner Straße nach Lensahn gerufen. Dann greifen die Flammen aber auf das Gebäude der Jugendhilfe über und brechen sich Bahn.

Ein Großfeuer kurz vor Mitternacht hielt am Donnerstagabend (13. Januar) in der Eutiner Straße auf dem Gelände der Einrichtung des Jugendhilfehauses Ostholstein über 70 Einsatzkräfte in Atem. Ausgegangen war das Feuer von mehreren brennenden Mülltonnen. Doch schon kurze Zeit später griff das Feuer auf die Holzverkleidung über und setzte dann den Dachstuhl in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen durch Funkenflug auf benachbarte Gebäude verhindern. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erst brannten nur die Mülltonnen

Gleich mehrere Tonnen brannten lichterloh. „Schon aus der Ferne konnte ich massive Flammen sehen“, schilderte Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Hartmut Junge die dramatischen Minuten. Das Feuer griff dann umgehend, angefacht durch den starken Wind, auf die Holzverkleidung des Gebäudes über. „Das Feuer sprang dann förmlich auf den Dachstuhl über und setzte ihn in Vollbrand“, sagte Junge.

Alarmstufe wird umgehehnd erhöht

Großfeuer Jugendhilfehaus Ostholstein Brand
Das Feuer griff von den brennenden Mülltonnen auf das Jugendhilfehaus in Lensahn über. © Arne Jappe (arj)

Umgehend ließ Hartmut Junge die Alarmstufe erhöhen. Weitere Wehren aus der Gemeinde Lensahn und eine zweite Drehleiter aus Oldenburg wurden geordert. Unterdessen begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung von mehreren Seiten. Erschwert wurden die Löschmaßnahmen durch starken Rauch und Wind. Das Feuer konnte sich somit schnell ausbreiten. Wegen der starken Rauchentwicklung und dem angrenzenden Neubaugebiet ließ die Feuerwehr die Warn-App NINA scharf schalten. Anwohner wurden gebeten, ihre Fenster zu schließen und die Lüftungsanlagen abzuschalten.

Bagger reißt Gebäudeteile ein

Ein Bagger vom Technischen Hilfswerk wurde ebenfalls alarmiert. „Der Bagger reißt nun Gebäudeteile ein, damit wir an die Glutnester kommen“, sagte Hartmut Junge während des Einsatzes. Durch die Bebauung mit einer Holzfassade war es schwer, an die Glutnester heranzukommen. Die Feuerwehr war noch mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Kriminalpolizei ermittelt

Noch während des Einsatzes begann die Spurensuche wegen der möglichen Brandursache durch die Kriminalpolizei. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Im unteren Bereich war laut Feuerwehr eine Werkstatt des Hausmeisters untergebracht, und den oberen Wohnbereich nutzte das Jugendhilfehaus Ostholstein als Quarantänewohnung. Wie hoch der Schaden ist, darüber konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Brandursache bleibt unklar, Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

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