Auszeichnung Hauke Scheef Feuerwehr
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Der stellvertretende Wehrführer Jörg Rüddiger gratulierte dem wiedergewählten Wehrführer Hauke Scheef (r.) und zeichnete ihn für 30-jährige Zugehörigkeit zur Wehr aus.

Platz-Defizit bei der Ortswehr

Es wird eng im Feuerwehrhaus Bisdorf-Hinrichsdorf

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Nicht amtsmüde, stattdessen voller Kraft und Elan: Wehrführer Hauke Scheef bleibt Chef der Bisdorf-Hinrichsdorfer und mahnt Platzprobleme im Feuerwehrhaus an.

  • Hauke Scheef weitere sechs Jahre an der Spitze der Ortswehr Bisdorf-Hinrichsdorf.
  • Aktive, Jugend- und Kinderwehr sowie Erkundungsgruppe des Kreises – es wird eng im Feuerwehrhaus.
  • Übergibt Scheef die Führung schon zum 100-jährigen Jubiläum in jüngere Hände?

Fehmarn – Es ist funktionell und erfüllt alle Anforderungen, die an ein Zweckgebäude dieser Art gestellt werden. So weit die gute Nachricht. Die schlechte: Es wird zu eng im Bisdorfer Feuerwehrhaus. 

Zu wenig Platz für Spinde

Konzipiert für 27 Einsatzkräfte versehen mittlerweile 31 Kameraden ihren Dienst in der Bisdorf-Hinrichsdorfer Wehr. Die Jugendfeuerwehr Mitte, die seit diesem Jahr organisatorisch an die Bisdorf-Hinrichsdorfer Wehr angebunden ist, besteht aktuell aus 26 Mitgliedern. „Aufgrund des Platzangebotes haben wir unserer Jugendwehr seinerzeit Spinde zugeteilt“, so Wehrführer Hauke Scheef – „die Jugendlichen sollten sich bei uns gleich heimisch fühlen und wissen, dass sie einen festen Platz bei uns haben“, sagte Scheef und brachte das Plus an Menschen und Schränken auf den Punkt: „Da nicht nur die Zahl der aktiven Kameraden gewachsen ist, sondern auch die Zahl der Jugendabteilung, haben wir derzeit ein Platz-Defizit.“ 

Situation verschärft sich durch Erkundungsgruppe

Die Situation verschärft sich noch einmal durch die Spinde, die der Kreis Ostholstein für die Erkundungsgruppe beschafft habe. Durch die im Feuerwehrhaus stationierten Spinde mit einem zweiten Satz persönliche Schutzausrüstung könnten wertvolle Minuten bei der Ausrückzeit eingespart werden. „Diesen Schritt halte ich im Übrigen für richtig und wichtig, weil wirklich viel Zeit gespart werden kann.“ Jedoch: „Tatsächlich haben wir jetzt 45 Spinde, wo früher mal 27 geplant waren“, so Hauke Scheef.

Auch die Kinderfeuerwehr Fehmarn nutzt das Gebäude

Der ließ in seinem Jahresbericht auch die Kinderfeuerwehr als Nachwuchsschmiede der Jugendwehr nicht unerwähnt. Auch die Jüngsten nutzten das Gebäude und das angrenzende Gelände, „allerdings haben die Betreuer lediglich einen kleinen Schrank für die benötigten Materialien.“ Apropos Materialien: Um das Hauptgebäude zu entlasten, haben die Kameraden mit dem Bau eines kleinen Schuppens auf der Südostseite des Feuerwehrhauses begonnen, um hier Materialien für die Kameradschaftspflege und Öffentlichkeitsarbeit unterzubringen. „Die Kosten hierfür werden wir aus unserer Kameradschaftskasse tragen“, ließ Hauke Scheef wissen, was der stellvertretende Bürgermeister Heinz Jürgen Fendt (SPD) gern vernommen haben dürfte.

Finanzielle Unterstützung für Renovierung des alten Feuerwehrhauses

Um weiteren Platz zu schaffen und dem historischen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) einen angemessenen Platz zu geben, wurde das alte Feuerwehrhaus renoviert. Hier tue monetäre Unterstützung jedoch durchaus not, machte Hauke Scheef deutlich. Für noch ausstehende Renovierungsarbeiten – erforderliche Maßnahmen, um gemeindeübergreifend arbeiten zu können, so Scheef –, fehlten noch rund 2500 bis 3000 Euro. Daher wäre es nicht nur schön, „sondern auch mehr als angebracht“, resümierte Scheef, für die fehlenden Maßnahmen finanzielle Unterstützung zu bekommen, ging sein Blick Richtung Politik und Verwaltung. 

Wehrführer Hauke Scheef für weitere sechs Jahre gewählt

Weit hat es Wehrführer Hauke Scheef nicht bis nach Hause. Wenige Meter nur, die Scheef am Sonnabend jedoch nicht gegangen, sondern regelrecht geschwebt sein dürfte. Über alle Maßen glücklich und ein Stück weit erleichtert über den Ausgang der Wahl bedankte er sich im Anschluss bei den Kameraden. Die hatten Hauke Scheef übereinstimmend, ohne Wenn und Aber, erneut an die Spitze der Bisdorf-Hinrichsdorfer Wehr gewählt. 

Übergabe Staffelstab schon nach drei Jahren?

Er fühle sich nicht amtsmüde, habe Kraft und Elan, noch einmal weitere sechs Jahre anzugehen, so Scheef im Vorfeld der Wahl. Höchstens sechs Jahre, gab er zu verstehen. Nach der dritten Amtszeit als Wehrführer der Bisdorf-Hinrichsdorfer Wehr sei dann definitiv Schluss, so Scheef, der sich auch vorstellen konnte, vielleicht sogar schon nach drei Jahren, zum 100-jährigen Bestehen der Wehr, den Wehrführer-Staffelstab an einen jüngeren, geeigneten Kameraden zu übergeben, wenn es sich anbieten sollte.

Definitiv nicht bis zur Versetzung in die Ehrenabteilung

Jedenfalls werde er nicht noch einmal drei weitere Perioden anhängen, wie stellvertretender Kreiswehrführer Michael Hasselmann in seinem Grußwort juxte. Wenn es theoretisch auch möglich wäre, bis zur Versetzung in die Ehrenabteilung – in der Praxis werde es sich nicht vollziehen, so Hauke Scheef, der im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Sonnabend auch noch für 30-jährige Zugehörigkeit zur Wehr geehrt wurde.

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