Kein einfaches Jahr für den Sportverein / Intaktes Vereinsleben / Vereinstreue gewürdigt

„Das ist der ESV“

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Werner Koop (l.) und Katharina Sengelmann (r.) ehrten für langjährige Mitgliedschaft (v.l.): Jörg Nemitz, Torben Manowski, Anna Stier, Burkhard Skibba, Tim Haye und Torsten Steenbock.

Fehmarn – hö – Es war kein einfaches Jahr für den ESV Insel Fehmarn: mehrwöchiger Stromausfall im ESV-Heim, Heizung defekt und der bedauerliche Abgang der Schießsparte. Nichtsdestotrotz ist das Vereinsleben, getragen von den zahlreichen Ehrenamtlern, intakt, wie der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Werner Koop und die zahlreichen Berichte aus den Sparten unter Beweis stellten.

Zur Jahresversammlung konnte der Vereinschef im ESV-Heim neben den 30 stimmberechtigen Mitgliedern mit Wolfgang Ruge auch den Geschäftsführer des Kreissportverbandes Ostholstein begrüßen. Der Kreisvorsitzende der Kegler, Christian Gradert, war da und mit Bürgervorsteherin Brigitte Brill (SPD) und dem Ersten Stadtrat Heinz-Jürgen Fendt (SPD) sogar zwei Vertreter der Stadt Fehmarn – auch eine Anerkennung der Arbeit, die im ESV geleistet wird.

Fendt sicherte die weitere Unterstützung der Stadt Fehmarn zu und würdigte die große Vielfalt der Sparten, die im ESV vorgehalten wird. Er erinnerte auch an den Sportentwicklungsplan der Stadt Fehmarn. „Die Ergebnisse liegen vor, jetzt darf der Plan nicht in der Schublade verschwinden“, sieht er die Kommune gefordert, die Empfehlungen schrittweise umzusetzen. Dringend erforderlich sei der Bau der Zwei-Feld-Halle in Landkirchen, sagte der Erste Stadtrat.

Werner Koop, der wie gewohnt in Entertainermanier durch die Sitzung führte, erinnerte an die Kraftanstrengungen, die notwendig waren, um den Betrieb des Vereinsheims mit der Kegelsportanlage aufrechtzuerhalten. So sei man im März nach einem Hochwasserschaden im Stellwerk Puttgarden sechs Wochen von der Stromversorgung abgekoppelt gewesen. Im Herbst hätte sich dann auch noch die Heizungsanlage verabschiedet. Eine neue Anlage musste her. Kostenpunkt: 8000 Euro. Allerdings habe man insgesamt 30 Prozent über Fördermittel abdecken können, ergänzte Koop. In diesem Zusammenhang sprach er Wolfgang Ruge seinen Dank aus für die Unterstützung.

Ruge nutzte indes die Gelegenheit, auf die Aktivitäten des Kreissportverbandses einzugehen und sicherte den Vereinen Unterstützung zu. Er erinnerte an die zusätzlichen Millionen, die das Land für die Sportförderung lockergemacht hat. Er wies aber auch darauf hin, dass 85 Prozent in die Fachverbände – und damit den Leistungssport – und nur 15 Prozent in die Kreissportverbände gingen. So stellte er die Frage: „Wo bleibt der Breitensport?“ Gleichwohl gibt es aus seiner Sicht auch Erfolge, wie zum Beispiel die Anhebung der Übungsleiterpauschale durch den Kreis Ostholstein von 1,53 auf 2,50 Euro. Mit den von den Kommunen getragenen weiteren 2,50 Euro und dem Vereinsanteil von 1,50 Euro sei da schon etwas erreicht worden, meinte Ruge.

Im Laufe der Versammlung machte der ESV gleich Nägel mit Köpfen und erhöhte nach einstimmigem Votum der Mitglieder den Vereinsanteil an der Übungsleiterpauschale ebenfalls auf 2,50 Euro. Die Erfordernis, die Mitgliedsbeiträge für die aktiven Mitglieder ab 1. Januar 2020 anzuheben, nachdem sie zehn Jahre unverändert geblieben waren, sah die Versammlung ebenfalls einmütig als gegeben an. Einzelmitglieder zahlen dann monatlich fünf Euro, Jugendliche drei Euro, Ehepaare 8,50 Euro und Familien zwölf Euro. „Das ist der ESV“, hallte es daraufhin aus der Tiefe des Raumes auf die Geschlossenheit bei der Abstimmung.

Auch in diesem Jahr nutzte Werner Koop die Gelegenheit, zahlreiche Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit auszuzeichnen. Die silberne Ehrennadel für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Burkhard Skibba, Dominik Pape, Torben Manowski, Tim Haye und Torsten Steenbock. Die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre bekamen Anna Stier, Birgit Nemitz, Jörg Nemitz, Hans Joachim Kumm, Kurt Wetendorf, Marianne Wetendorf und Marco Döring.

In Abwesenheit als 2. Vorsitzender wiedergewählt wurde Florian Rietzrau, zweiter Kassenprüfer ist Hans Robien. Großes Lob gab es für Kassenwartin Katharina Sengelmann, die im vergangenen Jahr die Nachfolge des „ewigen“ Kassenwartes Günther Schöning angetreten hat. Der Kassenführerin und dem Gesamtvorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Der ESV Insel Fehmarn hat aktuell 395 Mitglieder. Zwölf Monate zuvor waren es noch 419. Hauptgrund ist der Verlust der Schießsparte. Hier hat Werner Koop die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, sie wiederbeleben zu können.

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