25-Prozent-Förderung für Beltbrücke

EU-Zuschuss von einer Milliarde?

FEHMARN (wi) • Das EU-Parlament in Brüssel wird am morgigen Mittwoch bekanntgeben, dass die Fehmarnbeltbrücke mit knapp über einer Milliarde Euro (25 Prozent) bezuschusst wird. Das jedenfalls will der Grünen-Abgeordnete Michael Cramer erfahren haben – und ist entrüstet darüber.

Experten waren von höchstens 500 bis 600 Millionen Euro Fördermittel ausgegangen. Zumal für die 30 prioritären Verkehrsprojekte in Europa nur acht Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Gestern erschien bereits ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in dem eine 25-prozentige EU-Förderung angedeutet wurde. Jedoch würden die Hinterland-anbindungen auf deutscher Seite laut FAZ nicht von der EU bezuschusst. Der Antrag des Bundesverkehrsministeriums und der Bahn soll abgelehnt worden sein.

In dem FAZ-Artikel wurde der grüne Europa-Parlamentarier Michael Cramer zitiert. Gestern sagte Cramer gegenüber dem FT: „Die genauen Daten gibt EU-Kommissar Jacques Barrot morgen bekannt. Aber die konkrete Zahl 25 Prozent wurde mir schon genannt. Der Antrag der Bahn – die diese Schienenverbindung gar nicht will –, die eingleisige Zulaufstrecke zur Brücke ebenfalls mit EU-Geldern zu finanzieren, wurde abgelehnt. Eingleisige Projekte finanziert die EU unter den 30 Prioritäten nicht.“

Zahlt die EU wirklich ein Viertel der vier Milliarden Euro teuren Brücke, könnte das dem dänischen Parlament die Entscheidung bedeutend leichter machen.

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