Neue Thruster für vier Hybridfähren / Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro

Fähren noch umweltfreundlicher

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Die „Schleswig-Holstein“ ist in der Remontowa Werft in Danzig mit einem noch umweltfreundlicheren Schiffsantrieb ausgestattet worden.

Fehmarn –hö– Die Hybridfähre „Schleswig-Holstein“ ist die erste von vier auf dem Fehmarnbelt zwischen Puttgarden und Rødby verkehrenden Fähren, die die Reederei Scandlines mit neuen Antriebsgondeln, den sogenannten Thrustern, ausgestattet hat. Die neuen Thruster sind leiser, erzeugen weniger Vibrationen und tragen dazu bei, den CO2-Ausstoß der Fähren weiter zu reduzieren.

Scandlines investiert in den Austausch der mittlerweile über 20 Jahre alten Push-Thruster rund 13 Millionen Euro. Die neuen Antriebspropeller haben jeweils vier Propellerblätter, wiegen 25 Tonnen und besitzen einen Durchmesser von 3,2 Metern. Statt Push- Thruster sind es nun Pull- Thruster, die laut Scandlines dafür sorgen, dass ein „homogenerer Flow durch das Wasser erzielt wird“. Zusätzliches Resultat: reduzierte Vibrationen und weniger Unterwasserschall. Letzteres wirkt sich positiv auf die im Fehmarnbelt lebenden Meerestiere wie Schweinswale aus.

„Scandlines denkt grün. Durch den Austausch aller 16 Thruster unserer Hybridfähren der Route Puttgarden-Rødby können wir die CO2-Emissionen um weitere zehn bis 15 Prozent senken und die Umweltbelastung somit vermindern. Die neuen Thruster sind ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einer grüneren Fährflotte sowie unserer Strategie Zero Emission“, so Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen.

Parallel zum Einbau der neuen Thruster wurde auch die Form des Schiffsrumpfes um jeden Thruster herum ein wenig geändert, um den Flow des Wassers zum Antriebspropeller weiter zu optimieren. Neben den Thrustern wurde außerdem das Steuerungssystem der Antriebe erneuert.

Während des knapp vierwöchigen Werftaufenthaltes in der Remontowa Werft in Danzig wurde zudem „einer der GenSets ausgebaut und durch einen größeren 4950 kW-Generator ausgetauscht, der es ermöglicht, das Schiff mit nur einem anstatt zwei Generatoren zu betreiben“, berichtet Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen. Zusätzlich wurden zahlreiche kleinere Instandhaltungsarbeiten wie die Renovierung der Bäder im Crewbereich durchgeführt.

Die „Schleswig-Holstein“ verkehrt mittlerweile wieder auf dem Fehmarnbelt. Die „Deutschland“ und „Prins Henrik“ werden im Frühjahr 2020 in die Werft gehen, die „Prinsesse Benedikte“ im Herbst 2020.

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