Fährhafen Puttgarden
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Im Fährhafen Puttgarden beschlagnahmten Beamte des Hauptzollamtes Kiel große Mengen von Tabletten

Amtsgericht Lübeck lehnt Untersuchungshaftbefehl ab

Fährhafen Puttgarden: Über 590000 Tabletten illegal eingeführt

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Zöllner stellten am 25. Juli fast 600000 Tabletten sicher, die ein 41-jähriger Sprinterfahrer aus Kroatien kommend über Deutschland und Dänemark nach Schweden einführen wollte.

Zehn Kartons mit verschreibungspflichtigen Medikamenten stellten Beamte des Hauptzollamtes Kiel bereits am 25. Juli im Fährhafen Puttgarden sicher. Darüber informierte das Hauptzollamt am heutigen Mittwochmittag (4. August).

Routinekontrolle in Puttgarden stoppt Sprinter, der nach Schweden wollte

Bei einer Routinekontrolle stoppten die Beamten einen Sprinter mit serbischem Kennzeichen. Der 41-jährige Fahrer habe angegeben, von Kroatien kommend nach Schweden ausreisen zu wollen, so Pressesprecherin Gabriele Oder. Daraufhin händigte der Fahrer den Zöllnern einen Frachtbrief aus. „Die Frage nach Waren, die Verboten und Beschränkungen unterliegen, verneinte er“, führt Gabriele Oder weiter aus.

Zoll stellt 590970 Tabletten sicher

Einer von zehn Kartons, die der Zoll am 25. Juli aus dem Verkehr zog.

Auf der Ladefläche des Fahrzeugs fanden die Beamten eine Palette mit 10 Kartons vor, deren stichprobenweise Kontrolle in Blistern (Sichtverpackungen) verpackte Tabletten verschiedener Hersteller zum Vorschein brachte. Die anschließend vollständige Prüfung der Kartons brachte 590 970 Stück, teilweise lose, in losen Sichtverpackungen oder in Kartons verpackte Tabletten zutage, die aufgrund ihrer enthaltenen Wirkstoffe alle dem Arzneimittelgesetz (AMG) und teilweise auch dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen.

Amtsgericht Lübeck lehnt geforderten Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft ab

„Gegen den Fahrer wurde wegen des Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet“, so die Pressesprecherin des Zolls. Den Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehls habe der Haftrichter am Amtsgericht Lübeck abgelehnt, weil ihm die Einlassung des Beschuldigten, er sei nur der Fahrer des Lieferwagens gewesen und habe keine Kenntnis von dem Inhalt der Kartons gehabt, glaubhaft erschien, erklärt die Sprecherin weiter.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamts Hamburg, Dienstsitz Kiel, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck dauern an.

Zusatzinformation des Hauptzollamtes Kiel

Trotz des freien Warenverkehrs und globalisierten Handels sind beim Im- und Export bestimmter Waren Einschränkungen zu beachten, die dazu dienen, gefährdete Bereiche besonders zu schützen. Diese Sonderreglungen, die sich sowohl aus nationalem wie auch aus europäischem Recht ergeben, können die Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr verbieten oder beschränken (sogenannte Verbote und Beschränkungen).

In bestimmten Fällen können Verbote als absolute Einfuhr-, Ausfuhr- oder Durchfuhrverbote erlassen werden. Meist bestehen jedoch Beschränkungen in der Form, dass bestimmte Unterlagen wie beispielsweise Bewilligungen, Bescheinigungen, Zeugnisse oder Bestätigungen einer Behörde oder eines Organes erforderlich sind.

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