Seniorenbeirat der Stadt Fehmarn hat in 2007 viele Themen angepackt und einiges umgesetzt

„Fast schon zu viel erreicht“

Der Seniorenbeirat der Stadt Fehmarn hat viel erreicht in 2007.

BURG (nic) • „Was wir in relativ kurzer Zeit bewegt haben, ist fast schon ein wenig zu viel.“ Klaus Groth, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Fehmarn, trat in der Jahreshauptversammlung am Dienstag den Beweis an. Einen rappelvollen Jahresbericht 2007 präsentierte Groth, seit Juli dieses Jahres an der Spitze des Seniorenbeirats. Getagt wurde im Sitzungssaal des Burger Verwaltungsgebäudes.

Der Tagungsort rückte gleich zum Auftakt der Bilanz in den Fokus der Diskussion. Einen Wechsel der Örtlichkeit könne er sich gut vorstellen, so Groth. Warum mit einer Sitzung nicht mal hinaus in die ehemaligen Landgemeinden ? „Schließlich ist der Seniorenbeirat für die ganze Insel da“, so Groth. Beisitzer Heinz Staedtefeld war davon nicht zu begeistern. Was die Sprechstunden anbelange, gern, da sei man auch näher am Bürger, aber die Sitzungen gehörten seiner Ansicht nach schon ins Verwaltungsgebäude, so Staedtefeld.

Viel hat der Seniorenbeirat in diesem Jahr auf die Beine gestellt. Auch wenn das erste halbe Jahr in einer „problematischen Rechtssituation“ gearbeitet worden sei, wie Klaus Groth gestern Revue passieren ließ. Mit „nicht handlungs- aber beschlussfähig“ sei die Ausgangssituation, die bis zum 30. Juni herrschte, beschrieben worden. Eine Zeit, in der dennoch viel positive Arbeit geleistet worden sei, wie Groth seinem Jahresbericht entnahm. Ein Thema in 2007 war die Präsentation der Bürgerbefragung. Wie leben Fehmarns Senioren, welche Wünsche haben sie, wollte der Seniorenbeirat wissen. Eine umfangreiche Dokumentation sei das Ergebnis. Die Auswertung wurde am 12. März präsentiert. An jenem Tag, als sich auch der Arbeitskreis des Seniorenbeirats gründete. Der hatte sich auf Anhieb mit neun Mitgliedern installiert.

„Schaffen wir es, mit der in der geänderten Satzung vorgeschriebenen Zahlen von sieben Beiratsmitgliedern und fünf Ersatzmitgliedern zur Wahlversammlung anzutreten ?“, sei im Vorfeld der Neuwahl am 10. Juni intensiv auf dieses Ziel hingearbeitet worden. Somit habe die Wahlversammlung erfolgreich über die Bühne gebracht werden können, die konstituierende Sitzung war am 26. Juni. Das erste Arbeitstreffen des neuen Seniorenbeirats hatte am 3. Juli stattgefunden. „Die Zusammenarbeit mit den Politikern entwickelt sich sehr positiv“, so Groth. „So wurde zum Beispiel, auch durch unser Bemühen, das Abgeben von Elektroschrott für die Senioren (Bürger) seitens der Stadtverwaltung erleichtert.“

Heinz Staedtefeld wurde als Delegierter gewählt und wird Fehmarns Senioren bei den Sitzungen des Kreisseniorenbeirats vertreten.

Mehrmals wurde zum Seniorenfrühstück eingeladen, mehrmals hielten Experten Fachvorträge zu Themen wie „Pflege zu Hause ohne Pflegegeld“ oder „Wohnen und Leben im Alter“. Das Thema „Wo uns der Schuh drückt“ bedienten Fehmarns Senioren auch locker ohne Referenten. „Wir kamen mit dem Schreiben fast nicht mit“, so Groth. Die lange Liste werde natürlich abgearbeitet. „Bezogen auf das Seniorenfrühstück und andere Veranstaltungen können wir von insgesamt 210 Teilnehmern ausgehen, mit steigender Tendenz“, so Klaus Groth.

Ist das Jahr zu Ende, hat es 18 Beiratssitzungen und 30 Beratungsstunden mit 14 Teilnehmern gegeben. In eine Beratungsstunde waren zwei Schülerinnen der jetzigen Inselschule Ost gekommen und hatten sich nach der Arbeit des Seniorenbeirats erkundigt. Das Stichwort. Gemeinsam mit der Inselschule sollen künftig generationsübergreifende Projekte entwickelt werden, ließ Klaus Groth wissen. Anfang Dezember werden Mitglieder des Seniorenbeirats die 7. und 8. Klassen aufsuchen in der Hoffnung, dass sich Arbeitsgemeinschaften entwickeln könnten. Nicht zuletzt wünscht sich das der Seniorenbeirat im Hinblick auf die Broschüre „Fehmarn barrierefrei“, die im Zusammenwirken mit dem Umweltrat, dem Tourismus-Service Fehmarn und der Gleichstellungsbeauftragten erstellt werden soll. Neben der Inselschule, die möglicherweise mit einer AG mitwirkt, sollen auch der Bürger- und Verkehrsverein, die Fremdenverkehrsvereine und der Hauspflegedienst Peter Mester mit ins Boot geholt werden.

Viel wurde erarbeitet. Ob Pflegeversicherungsgesetz, barrierefreies Wohnen, Visitationen... „Fast schon etwas zu viel“, sei bewegt worden, so Klaus Groth, der anregte, ob man künftig nicht, analog zum Landesseniorenbeirat, Gruppen bilden wolle, die thematisch Vorarbeit leisteten und dem Beirat dann berichteten. „Alles andere würde den Rahmen auf Dauer mit Sicherheit sprengen.“

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