Wohnungsbrand: 62-Jährige kann sich nicht rechtzeitig retten / Zigarettenkippe womöglich Auslöser

Fehmaranerin stirbt bei Feuer

Reanimationsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Die 62-Jährige verstarb noch vor Ort.

BURG (pl) • Ein tragisches Unglück ereignete sich in der Nacht zu Freitag im Alten Postweg in Burg: Bei einem Wohnungsbrand in einer Doppelhaushälfte kam eine 62-jährige Fehmaranerin ums Leben.

Ein Nachbar bemerkte gegen 1 Uhr den Brand und alarmierte die Feuerwehr. In der Wohnung befanden sich zu diesem Zeitpunkt sechs Menschen, die offenbar im Schlaf von dem Feuer überrascht wurden. Die 62-Jährige war zu Besuch bei einem befreundeten Ehepaar, dessen Sohn mit Freundin sowie ein weiterer Bekannter ebenfalls in der Wohnung übernachteten.

Bis auf die 62-Jährige konnten alle ins Freie fliehen. Einer von ihnen versuchte noch, die Frau aus dem Zimmer zu retten, musste sein Vorhaben aufgrund der Flammen und der starken Rauchentwicklung aber aufgeben.

Die Burger Feuerwehr konnte die Frau aus der Wohnung bergen, Reanimationsversuche des Notarztes blieben aber erfolglos. Sie erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Die fünf Geretteten wurden vorsorglich ins Oldenburger Krankenhaus gebracht, da der Verdacht der Rauchgasvergiftung bestand. Während des Einsatzes waren die beiden auf Fehmarn stationierten Krankenwagen vor Ort, ein weiterer wurde aus Oldenburg geschickt.

Den Zimmerbrand hatte die Wehr dann zügig unter Kontrolle. Vor Ort war auch Seelsorger Michael Löcke, um den Freunden des Opfers sowie den Einsatzkräften Beistand zu leisten. „An sich weiß man, dass man in der Feuerwehr mit so etwas konfrontiert wird. Aber gerade mit den jungen Kameraden führen Michael Löcke und ich nach solchen Einsätzen Gespräche“, so der Burger Wehrführer Friedrich Rathjen, der bei dieser Gelegenheit noch einmal an alle Insulaner appellieren möchte, unbedingt Rauchmelder in ihren Wohnungen und Häusern zu installieren.

Die Oldenburger Kriminalpolizei beschlagnahmte gestern den Brandort. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es weder Hinweise auf eine technische Ursache noch auf Brandstiftung. Möglicherweise hat eine Zigarettenkippe das Feuer im Büroraum im Ergeschoss der Wohnung, wo die 62-Jährige schlief, ausgelöst. Der entstandene Schaden wird auf 20 000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.

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